Bassersdorfer «Grümpi» trotz Gluthitze ein Erfolg
Bei Temperaturen von zeitweise über 40 Grad auf dem Fussballfeld ging das traditionelle Bassersdorfer Dorf- und Schülerturnier am Wochenende erfolgreich und ohne grössere hitzebedingte Zwischenfälle über die Bühne. Rund 500 Kinder und 200 Erwachsene kämpften mit insgesamt 68 Mannschaften während drei Tagen um Medaillen und Pokale.
Trotz Kritik besorgter Eltern im Vorfeld entschied sich das Organisationskomitee, das Turnier wie geplant durchzuführen – und wurde bestätigt. Keine der angemeldeten Mannschaften zog ihre Teilnahme zurück, und bis auf wenige Ausnahmen konnten alle Teams in der vorgesehenen Besetzung antreten.
Auch vom Sanitätsposten gab es erfreuliche Nachrichten. Neben den üblichen Schürfungen, Prellungen und Verstauchungen musste lediglich ein hitzebedingter Zwischenfall behandelt werden. «Wir haben mit deutlich mehr Fällen gerechnet», sagte eine erleichterte Sanitäterin. «Dass es kaum Probleme gab, ist sicher auch der guten Vorbereitung der Organisatoren und der Mannschaftsleiter zu verdanken.»
Umfangreiche Massnahmen gegen die Hitze
«Wir haben verschiedene Vorkehrungen getroffen, um die Teilnehmenden bestmöglich vor der Gluthitze zu schützen», erklärte FCB-Präsident und OK-Mitglied Felix Pfister. So wurde am Samstag und Sonntag – wie bereits im vergangenen Jahr bei ähnlich hohen Temperaturen – die Sprinkleranlage des Kunstrasens regelmässig eingeschaltet, damit sich die Kinder abkühlen konnten.
Zusätzlich stand ein Trinkwasserbrunnen zur Verfügung, an dem jederzeit frisches Wasser bezogen oder der Kopf gekühlt werden konnte. «Wir haben ausserdem deutlich mehr Zelte entlang des Hauptspielfeldes aufgestellt, damit Zuschauerinnen und Zuschauer Schatten finden konnten. Zudem verkürzten wir bei den Kindern die Spieldauer von zwölf auf zehn Minuten», so Pfister.
Auch die Teamleiter sorgten sich um das Wohl ihrer Spielerinnen und Spieler. Unter fast jedem Mannschaftszelt standen Kühlboxen mit Getränken bereit. Immer wieder wurden Eimer mit kaltem Wasser herbeigeschafft, in denen sich die Kinder nach den Spielen mit Schwämmen abkühlen konnten. Zwischendurch sorgten frische Früchte für zusätzliche Erfrischung.
«Wir haben verschiedene Vorkehrungen getroffen, um die Teilnehmenden bestmöglich vor der Gluthitze zu schützen»
Volles Programm mit kleiner Enttäuschung
Organisatorisch verlief das Turnier wie gewohnt. Am Freitagabend und Samstag spielten die Dorf- und Plauschmannschaften mit insgesamt 19 Teams sowie drei Mädchenmannschaften der 7. bis 9. Klasse. Am Sonntag folgten die Schülerkategorien der 1. bis 6. Klasse mit 49 Teams.
Enttäuschend war allerdings die Beteiligung in der Kategorie der 7. bis 9. Klässler. «Ausser den drei Mädchenmannschaften hat sich kein einziges Knabenteam angemeldet», bedauerte Pfister.
Für einen reibungslosen Ablauf sorgten wiederum zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer, beim Auf- und Abbau, in der Festwirtschaft, auf dem Jurywagen oder als Schiedsrichter.
Sportlicher Einsatz trotz Hitze
Von den hohen Temperaturen war auf dem Spielfeld kaum etwas zu spüren. Die Spielerinnen und Spieler zeigten vollen Einsatz, während Eltern, Freunde und Bekannte am Spielfeldrand mitfieberten. Manchmal allerdings etwas gar engagiert, als ginge es um den Gewinn einer Weltmeisterschaft.
Überschattet wurde das Turnier von einer unschönen Szene: Nach einem Foul griff ein Spieler seinen Gegenspieler tätlich an. Der betreffende Spieler wurde gesperrt und der gegnerischen Mannschaft der Sieg zugesprochen.
Kurz vor der Rangverkündigung am Sonntagnachmittag sorgten einige Regentropfen immerhin für eine kurze Abkühlung. Das auf dem Wetterradar angekündigte starke Gewitter blieb glücklicherweise aus.
Zufriedenes Fazit
Felix Pfister zeigte sich mit der diesjährigen Austragung sehr zufrieden. «Es war schön, wieder so viele fröhliche Gesichter auf dem Platz zu sehen», sagte er. Auch mit dem Festbetrieb sei man zufrieden. Dieser stelle jedes Jahr einen wichtigen Teil der Einnahmen des FC Bassersdorf sicher.
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