Bassersdorf

Konfetti, Liebe und ein letzter Segen

Pünktlich um 10.49 Uhr begann der Guggen-Gottesdienst im voll besetzten FAKOBA-Zelt. Besucher genossen gutgelaunt noch eine Tasse Kaffee – mit oder ohne «Schuss». Die Stimmung? Heiter, erwartungsvoll und herrlich fastnächtlich.

Durch die Feier führten Pfarrer Paul Zimmerli und die katholische Seelsorgerin Tatjana Oesch – natürlich in Versform und gespickt mit musikalischen Einlagen.

Zum Auftakt überreichte Zimmerli seiner Mitstreiterin eine Rose zum Valentinstag. Kaum hatte sie die Blume entgegengenommen, knickte sie – natürlich mit voller Absicht – ein. Der erste Lacher im Zelt war damit gesichert.

Liebe schenken

Passend zum Valentinstag stand die einstündige Predigt ganz im Zeichen der «Liebe». Und das Thema bot reichlich Stoff für Wortwitz und Tiefgang zugleich. Es ging Schlag auf Schlag, das Publikum verdankte es mit viel Applaus und herzhaftem Lachen. Tatjana Oesch sinnierte darüber, wie man Liebe zeigen könne: Umarmungen? Liebesgeständnisse? Oder mit Blumen – aber bitte nicht nur, weil gerade Valentinstag ist. Für einen besonderen Lacher sorgte ihr Seitenhieb auf Zimmerli: «Du weisst doch sicher wie das geht – du bist doch schon alt und hast grosse Erfahrung!»

Die Botschaft: man soll und darf das ganze Jahr über Liebe schenken, auch ohne grossen Klimbim.

Musikalisch wurde der Gottesdienst mit Liedern wie «Ewigi Liäbi» und «Marmor, Stein und Eisen bricht» bereichert. Das Publikum ging begeistert mit.

Zum Schluss wurde Pfarrer Zimmerli geehrt. Als Abschiedsgeschenk zu seinem letzten Arbeitstag ergoss sich ein ökumenischer Konfettiregen über ihn – sehr zur Freude des Publikums. Dann erinnerte Zimmerli die Besucherinnen und Besucher noch an die Kollekte und meinte augenzwinkernd: «Also sind grosszügig und tüend Papier inne, gopfriedli nomol!»

Auf die Frage im Anschluss nach seinen Gefühlen meinte er schlicht: «Wunderbar.» Er gehe ohne Wehmut und freue sich als fast 62-Jähriger auf neue Menschen und neue Herausforderungen. Ein Privileg, wie er sagt.

Und wie entsteht eigentlich so eine Predigt in Versform? Bereits im Oktober wird das Thema festgelegt, Lieder werden gesucht und dann beginnt die intensive Zeit der Dichtung. Viel Arbeit, viel Herzblut.

So macht Gottesdienst Spass – mit Humor, Musik und einer Botschaft, die ankommt.

Diesen Artikel können Sie liken!