Bassersdorf

So lassen sich Unfälle im Alter minimieren

Beim Vortrag zum Thema «Sturzprävention» im Franziskuszentrum forderte die Referentin Friederike Schulte vom «SturzZentrum Schweiz» die Teilnehmenden auf, Stolperfallen im Haushalt zu beseitigen – und im Workshop lernten Interessierte, richtig zu stürzen.

Es kostet Überwindung, einen Sturz zu simulieren. (um)

Anhand eindrücklicher Zahlen zeigt Friederike Schulte, wie häufig Stürze gerade bei älteren Menschen vorkommen. Jährlich verletzen sich viele Seniorinnen und Senioren dabei schwer, in manchen Fällen enden Stürze sogar tödlich. Oft seien es scheinbar kleine, alltägliche Ursachen, die zu einem Unfall führen.

Ein klassisches Beispiel ist das Stolpern auf Treppen. Fehlt ein Handlauf oder wird die unterste Stufe übersehen, wird dies schnell gefährlich. Auch rutschende Teppiche oder schlecht beleuchtete Bereiche zählen zu typischen Stolperfallen im Haushalt. Schulte findet es deshalb wichtig, die Wohnumgebung regelmässig zu überprüfen und mögliche Gefahrenquellen zu beseitigen.

Gezielt trainieren

Neben einer sicheren Umgebung spielen gemäss Referentin vor allem drei Faktoren eine wichtige Rolle für stabiles Gehen im Alter: Gleichgewicht, Kraft und Aufmerksamkeit. Diese Fähigkeiten lassen sich gezielt trainieren und tragen wesentlich dazu bei, die Sicherheit im Alltag zu verbessern.

Im anschliessenden Workshop erhielten die Teilnehmenden praktische Tipps, wie sie sich beim Stolpern oder Fallen möglichst verletzungsarm verhalten können. Gezeigt wurden unter anderem Techniken wie das kontrollierte Abrollen oder bewusstes «Kleinmachen», um die Distanz zum Boden zu verkleinern.

Trotzdem sind sich die Teilnehmenden einig, dass bei einem echten Sturz kaum Zeit bleibt, um bewusst zu reagieren. Genau deshalb sei regelmässiges Üben so wichtig, erklärt die Kursleiterin. Nur so könnten Bewegungsabläufe automatisiert werden. Studien zeigen, dass solche Techniken das Risiko schwerer Verletzungen deutlich senken können.

Die beiden Veranstaltungen machen deutlich: mit Aufmerksamkeit, Bewegung und regelmässigem Training lässt sich viel dazu beitragen, auch im Alter sicher unterwegs zu sein.

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