Sozialdiakonin Cornelia Sigrist hört auf und bildet sich zur Clownin weiter
Nach dreieinhalb Jahren verlässt Cornelia Sigrist das Sozialdiakonie-Team der Reformierten Kirche Breite und setzt sich die rote Nase auf.
Sich lokal für Menschen engagieren und für die Gemeinschaft sorgen: In diesem Bereich bewegt sich Cornelia Sigrist aus Nürensdorf beruflich seit Jahren. Sie war zum Beispiel Vorstandsmitglied und zwischenzeitlich Präsidentin des Vereins Spitex Bassersdorf Nürensdorf Brütten, und sie arbeitete als Sozialdiakonin bei der Reformierten Kirche Breite.
Nun hatte sie Ende Oktober nach dreieinhalb Jahren als Sozialdiakonin ihren letzten Arbeitstag und nimmt im Januar 2026 an der «petite académie drôle» eine Ausbildung zur Bewegungsclownin in Angriff. Damit bleibt die Sozialdiakonin und Pflegefachfrau dem Bereich Gesundheit und Soziales treu. Denn Bewegungsclowns oder Clowndoktoren arbeiten in Pflegeinstitutionen und Spitälern, um den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihnen Lebensmut zu schenken.
Viele Glücksmomente
Von ihrer Zeit im Sozialdiakonieteam behält sie ganz viele «Alltagsglückmomente» in Erinnerung – etwa beim «Singe mit de Chliine», dem Breiti-zmittag, dem Begegnungscafé oder dem Sommerferienplausch. «Es gab viele Möglichkeiten, zusammen mit wunderbaren Kolleginnen und Freiwilligen etwas zu bewirken für Menschen, die Unterstützung benötigen», sagt sie. Neben der neu geschaffenen Sozialberatungsstelle bezeichnet sie das Begegnungscafé «Heiliger Bimbam», das sie mitgeholfen hat aufzubauen, als besonders schönen Erfolg.
In der 2020 fusionierten Kirchgemeinde Breite konnte Sigrist «wertvolle Erfahrungen sammeln in Sachen Organisationsentwicklung und Gemeindeaufbau». Als Herausforderung bezeichnet sie die «notwendigen Struktur- und Prozessveränderungen». Generell sei das Konstrukt Breite anspruchsvoll, da es sich vom urbanen Bassersdorf bis zu Weilern erstreckt; mit jeweils unterschiedlichen Bedürfnissen. «Diese Komplexität bedeutet im Alltag: gut zuhören, manchmal mutig etwas wagen und keine Angst vor dem Scheitern haben», sagt sie.
Der Arbeit im Bereich Soziales und Gesundheit will sie treu bleiben. «Was beruflich kommt in diesem Bereich ist noch offen – sowie auch, wo ich mich künftig lokal weiter engagiere», sagt sie. «Bisher hat mich das Richtige immer gefunden.»

