Hohe Rücklaufquote für FDP-Bevölkerungsumfrage
Die FDP-Ortspartei hat Ende 2025 in 1050 Brüttener Haushalten eine Umfrage lanciert. 160 Antworten erhielt sie zurückgesandt.
Es scheint den Parteien ein Anliegen zu sein, den Puls der Brüttener Bevölkerung zu fühlen und sich mit Stärken und Schwächen der Gemeinde auseinanderzusetzen. Neben der FDP hat auch die GLP Ortspartei nach einem Spaghettiessen im Frühling 2025 Ideen für eine attraktive Gemeinde gesammelt.
Ebenso hat der Gemeinderat kürzlich eine neue Website der Standortfördergruppe aufgeschalten, welche unter der Leitung von Gemeinderat Florian Küng (FDP) mit Jürg Stahl (SVP) und Silvio Senger (pgv) die Vorzüge der Gemeinde herausschälte und sie gegen aussen tragen will. Bei allen Umfragen ist klar: Die Brüttener Bevölkerung ist zufrieden mit dem Leben in der Gemeinde.
Bei der Umfrage der FDP wurden zusätzlich die Erholungsräume, die Steuerbelastung sowie die generelle Attraktivität der Gemeinde als Wohnort positiv erwähnt. Zufrieden sind sie mit der Schule, der familienergänzenden Betreuung und der öffentlichen Infrastruktur, wie FDP-Mitglied und Gemeinderat Martin Kuhn erläutert. «Die grosse Anzahl eingereichter Fragebögen unterstreicht die hohe Identifizierung unserer Bürger mit der Gemeinde und zeigt ihre Bereitschaft, sich aktiv an ihrer zukünftigen Entwicklung beteiligen zu wollen.»
Einige Verbesserungsvorschläge sind der kleinen Gemeindegrösse geschuldet wie etwa das Gastronomieangebot oder auch Einkaufsmöglichkeiten und die fehlende Arztpraxis. Einiges soll mit der Zentrumsentwicklung korrigiert werden. Ebenso ist die direkte Busverbindung nach Effretikon tagsüber ein grosser Wunsch für die Fahrplananpassungen im Dezember 2026.
«Die Resultate liefern wertvolle Hinweise darauf, wo die Bevölkerung Chancen sieht und wo Zurückhaltung bezüglich Veränderungen besteht»
Neue Projekte haben es schwer
Gänzlich neue Projekte wie etwa ein Kunstrasenfussballplatz, eine Aufwertung des Entenweihers als Bademöglichkeit oder eine eigene Sekundarschule werden skeptisch beurteilt. FDP-Präsident Philipp Guggisberg sagt dazu: «Es herrscht die Überzeugung, dass eine jede zusätzliche Übernahme von Aufgaben der Gemeinde über das zwingende Mass hinaus kurz- und langfristige Konsequenzen auf die finanzielle Situation der Gemeinde mit sich bringt.»
Alterszentrum zu weit weg
Individuelle Rückmeldungen gab es beim Thema Wohnen und Betreuung im Alter, wo die Zufriedenheit ebenfalls weniger überschäumend ist. Es lasse sich ablesen, dass die negativen Rückmeldungen vor allem mit dem Standort des Alterszentrums im Geeren in Seuzach zusammenzuhängen scheinen, so Martin Kuhn. Das Azig wird als zu weit weg von Brütten und deswegen als nicht attraktiv beurteilt.
Der Gemeinderat erhält nun von der FDP eine detaillierte und anonymisierte Auswertung der Ergebnisse. «Die Resultate liefern wertvolle Hinweise darauf, wo die Bevölkerung Chancen sieht und wo Zurückhaltung bezüglich Veränderungen besteht», so Kuhn. Die FDP überlegt nun, die Umfrage regelmässig zu wiederholen.


