Implenia erhält Zuschlag Brüttenertunnel
Die SBB beauftragte die Arbeitsgemeinschaft bestehend aus Implenia und Marti (Anteil von je 50 Prozent) mit dem Bau von fünf der sechs Lose des Brüttenertunnel-Projekts «MehrSpur Zürich-Winterthur».
Die Zuschläge für die fünf Lose erfolgten gestaffelt innerhalb der letzten Monate. Der Gesamtauftrag beläuft sich auf knapp 1,7 Milliarden Franken, der Anteil von Implenia beträgt etwa 830 Millionen Franken. Die Bauzeit des Projekts beträgt rund zehn Jahre.
Mit dem Projekt MehrSpur Zürich-Winterthur planen der Bund und die SBB eine neue Doppelspurlinie durch den Brüttenertunnel sowie den Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss. Damit wird der heutige Kapazitätsengpass im Bahnnetz zwischen Zürich und Winterthur behoben sowie der notwendige Ausbau realisiert.
Das Kernstück zur Behebung dieses Engpasses ist der rund 8,3 km lange Brüttenertunnel zwischen Dietlikon und Winterthur, der auch eine ca. 1 km lange Abzweigung in Richtung Flughafen Zürich umfasst. Für diesen unterirdischen Doppelspurausbau wird für beide Fahrtrichtungen je ein Einspurtunnel mit einem Durchmesser von rund zehn Metern erstellt.
Der Vortrieb des Tunnels erfolgt im Wesentlichen mittels Tunnelbohrmaschine (TBM). Der Start der TBM-Arbeiten ist für 2029 vorgesehen. Die Planung und Ausführung des Projekts erfolgen BIM-basiert. Neben den eigentlichen Tunnelbohrarbeiten umfasst das Bauprojekt auch umfangreiche Spezialtiefbau- sowie die Ingenieurbauarbeiten.
Jens Vollmar, CEO von Implenia, äussert sich folgendermassen: «Wir haben in der Schweiz eine hervorragende Bahninfrastruktur. Es freut uns, dass wir von Implenia, gemeinsam mit unserem ARGE-Partner Marti, unsere langjährige Erfahrung und umfassende Expertise im Infrastrukturbau einbringen dürfen, um diesen wichtigen Abschnitt für steigende Frequenzen und künftige Anforderungen fit zu machen. Wir danken der SBB für das Vertrauen in Implenia und freuen uns auf die erneute Zusammenarbeit.»
(Quelle: Implenia)


