Weihnachtsspiel der Reformierten Kirche Breite thematisiert Geldproblem
Dieses Jahr erzählt das Weihnachtsspiel von Kaiser Augustus und seinem Geldproblem. Aufgeführt wird es am 14. Dezember in der reformierten Kirche Bassersdorf. Federführend ist wie immer Pfarrer Paul Zimmerli.
Paul Zimmerli, Pfarrer der Kirchgemeinde Breite, ist erfahren, wenn es um Weihnachtsspiele geht, denn er macht dies schon seit etwa einem Vierteljahrhundert. Er erklärt: «Mein Schwerpunkt war immer die Arbeit mit Kindern und Eltern.» Da bieten sich Aufführungen an, denn neben den Kindern helfen auch deren Eltern mit. Zimmerli nimmt sich als Vorlage jeweils ein Bilderbuch, durchstöbert das Internet oder nimmt sich Geschichten aus der Bibel, meist aus dem Matthäus- oder Lukas-Evangelium – oder er erfindet gar welche. Bescheiden fügt er an: «Ich mache nur das Gerüst.»
Mit Herzblut und Freude
Wie es auf der Bühne schliesslich wirkt, weiss er im Voraus jeweils nicht. «Es ist immer gut aufgegangen, die Leute hatten stets den Plausch», sagt er. Das Herzblut und seine Freude sind spürbar.
Wer macht alles mit und worum geht es? Pfarrer Zimmerli verrät so viel: «Dieses Jahr fängt es bei Kaiser Augustus an. Dieser braucht Geld. Dafür ruft er seine Senatoren zusammen und beauftragt diese, ihm Ideen zu liefern, wie er zu solchem kommt.» Man darf gespannt sein, zu erfahren, wie die Staatskasse wieder gefüllt werden soll.
Am Sonntag, 14. Dezember, 17 Uhr, in der reformierten Kirche Bassersdorf, wird das Geheimnis gelüftet. Vierzig Kinder ab Kindergartenalter bis zur 4./5. Klasse machen mit; singend und schauspielend. Sehr wichtig sind bei der Aufführung die Lieder. Zu jeder Szene gibt es eines. Dazu Zimmerli: «Lange habe ich die Lieder selbst komponiert mit einer Organistin oder einem Organisten zusammen. Seit etwa vier Jahren brauche ich nur noch Lieder von Andrew Bond.» Ausser dem Titellied, das ist von ihm. Die Texte sind in Mundart und gereimt. Heuer wird es eine Premiere geben: zum ersten Mal werden die Texte der Drei Weisen auf Schriftdeutsch gesprochen.
Es gibt fünf Proben ab Mitte November; dies sei eher knapp, meint Zimmerli. Und sein Aufwand? Bescheiden meint er: «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel; schon im Januar geht es für mich wieder los», sagt er. Und dann wieder mit Frohsinn und Begeisterung, die ansteckt

