Wildbienen-Kartierung: Hohe Artenvielfalt im dorfblitz-Gebiet
In Bassersdorf wurden 137 Wildbienenarten nachgewiesen, die entscheidend zur Bestäubung sowie zur Artenvielfalt beitragen.
Die Wildbienen-Population in der Region wird seit 2023 durch Jürg Sommerhalder im Auftrag der Gemeinde untersucht. Wie diese Ende März bekannt gibt, leben derzeit 137 Wildbienenarten in Bassersdorf. Laut Aussagen von Sommerhalder von vergangenem Frühling ist dies eine erfreuliche Zahl. Er habe noch selten in einer Gemeinde so viele verschiedene Arten gesehen.
Wildbienen stellen die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen sicher und leisten dadurch essenzielle Beiträge zur Ernährungssicherheit und zur Artenvielfalt. Aufgrund ihrer hohen Diversität und ihrer mitunter ausgeprägten Spezialisierung auf wenige Pflanzen sind sie ein präziser Zeiger für die Gesundheit von Ökosystemen.
Förder-Massnahmen
Rund 53 Prozent aller Wildbienenarten gelten in der Schweiz aufgrund zunehmenden Lebensraumverlusts und weiterer Störfaktoren als gefährdet. Daher zählt für die fleissigen Tiere jede Blüte, auch auf Balkonen oder in kleinen Gärten.
Allerdings bringt es gemäss des Experten nichts, bestimmte Blütenpflanzen in den Garten zu setzen, wenn die lokalen Bienen sich darin nicht bedienen. Hier hilft die Bee-Finder-App, die Auskunft darüber gibt, welche Wildbienen sich im Umfeld aufhalten, und konkrete Pflanzen- und Fördervorschläge liefert.
Die PDF-Berichte zur Kartierung inklusive Arten-Portraits und Beispiele, wie Wildbienen mit einfachen Massnahmen gefördert werden können, finden Sie hier.
