Bassersdorf

Baltenswil bleibt nachts dunkel

Die 196 Unterschriften zählende Petition «Für ein sicheres und gut beleuchtetes Baltenswil» fand beim Bassersdorfer Gemeinderat kein Gehör. Es bestehe kein Handlungsbedarf.

150 Jahre Landheim! (bg)

Den Baltenswilern ist es nachts zu dunkel in ihrer Gemeinde. In den vergangenen Monaten hätten sich vermehrt Vorfälle ereignet, die das Sicherheitsgefühl der Bewohner beeinträchtigen, teilt der Dorfverein Baltenswil mit. Bewohnerinnen und Bewohner hätten Einbrüche, versuchte Diebstähle in geparkten Fahrzeugen sowie andere verdächtige Aktivitäten beobachtet. «Das hat manchen Einwohnern Angst gemacht, insbesondere älteren Menschen und Familien mit Kindern», erklärt Biagio Rizzo vom Dorfverein Baltenswil.

Aus diesem Grund hatte der Dorfverein eine Petition gestartet. Die mit 196 Unterschriften versehene Petition «Für ein sicheres und gut beleuchtetes Baltenswil» hat er dem Bassersdorfer Gemeinderat übergeben. Konkret forderten die Petenten eine durchgehende Beleuchtung und mehr Polizeipräsenz.

Keine erhöhte Kriminalität

Der Gemeinderat hat nun aber im Dezember abgelehnt, weiter auf die Petition einzugehen. «Es liegen keine Hinweise auf erhöhte Kriminalität vor, und auch bezüglich der aktuellen Beleuchtungszeiten besteht kein Handlungsbedarf», teilte der Gemeinderat mit.

Der Dorfverein zeigt sich etwas enttäuscht über die Absage, kann jedoch gleichzeitig die Argumente nachvollziehen, wie Rizzo darlegt. «Der zuständige Abteilungsleiter Patrik Baumgartner hat uns erklärt, dass die Beleuchtung in Baltenswil bereits einem neuen Standard entspricht und es darum wenig Sinn macht, diese schon wieder zu ersetzen», sagt er. Im Weiteren widerspräche eine durchgehende Beleuchtung dem Bestreben, die nächtliche Lichtverschmutzung zu reduzieren. Ausserdem sei der Wunsch nach mehr Beleuchtung offenbar nur auf Baltenswil beschränkt; in Bassersdorf sei die nächtliche Dunkelheit kein Thema.

Im Privaten schauen

In Baltenswil schaue man nun, ob man die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl auf privater Ebene verstärken könne, so Rizzo. So würden einzelne Bewohner Bewegungsmelder oder mehr Lampen um das eigene Haus installieren.

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