Bassersdorf

Erster Zürcher Apfelwähentag war ein voller Erfolg

Bei schönstem Herbstwetter haben zwei Zürcher Landfrauen am Halloween-Morgen auf dem Dorfplatz Bassersdorf ihren Stand betrieben – mit viel Herzblut.

Die Wähen am Apfelwähentag gingen weg wie frische Brötli. (fb)

Regula Brunner, Mitglied der Bassersdorfer Landfrauen und im Geschäftsausschuss der Zürcher Landfrauen, erklärt am ersten Zürcher Apfelwähentag: «Wir möchten der Bevölkerung die regionalen und saisonalen Lebensmittel näherbringen.» Sogar das Mehl sei lokal, beantwortet Brunner die Frage einer Kundin. Brunner fügt an: «Wir möchten Konsumenten und Produzenten näher zusammenbringen. Wir sehen uns als Bindeglied zwischen der Stadt- und Landbevölkerung.» Aktivitäten des Vereins seien kulturelle Anlässe, Betriebsbesichtigungen und der Betrieb von Verkaufsständen, sagt Brunner.

Alle Wähen weg

Der Zürcher Apfelwähentag wurde heuer zum ersten Mal durchgeführt. An 29 Standorten im Kanton Zürich wurden feine, frische, selbstgebackene Apfelwähen verkauft. Es gab traditionelle Rahmgusswähen und andere, kreativere Varianten. Der Verkauf verlief so gut, dass eine Stunde vor Ladenschluss den beiden Landfrauen die Wähen ausgingen – ein voller Erfolg also.

«Äpfel haben alle gern!»

Dahinter steckt viel Freiwilligenarbeit: Brunner und weitere Helferinnen waren seit sechs Uhr am Arbeiten, ihre Kollegin hatte gar eine halbe Stunde früher angefangen. Der Erlös geht laut Brunner an die Ländliche Familienhilfe: «Diese unterstützt Landfrauen nach Unfällen, Krankheiten und an Arbeitsspitzen», erklärt sie. Sechs Frauen, mit insgesamt 500 Stellenprozenten, seien das ganze Jahr unterwegs und auch sie werden durch Spenden und Erlöse aus Veranstaltungen wie dem Apfelwähentag finanziert, so Brunner.

Anklang bei Bevölkerung

Eine Bassersdorferin meint: «Sie hatten so viel Arbeit, die Wähen sollten weg!» Ein anderer Passant merkt an, dass es toll wäre zu wissen, aus welchen Apfelsorten die Wähen bestünden. Brunner und ihre Kollegin nehmen diesen Punkt auf für das nächste Jahr. Eine Mutter, die mit zwei ihrer Kinder da ist, erklärt: «Wir sagten uns: Äpfel haben alle gern!» Deshalb seien sie hier. Überhaupt herrscht eine heitere Stimmung. Es scheint, als würde ein täglicher Apfelverzehr nicht nur die Ärztin fernhalten, sondern auch für Fröhlichkeit sorgen.

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