Bassersdorf

Freibad Hasenbühl: Vorprojekt soll direkt in Angriff genommen werden

Der Gemeinderat hat nach Begehungen mit Spezialisten im Freibad Hasenbühl den Plan geändert. Statt einer Machbarkeitsstudie soll direkt mit einem Vorprojekt die Sanierung des Freibades in Angriff genommen werden.

Ein Ort zum Entspannen oder Sport treiben: die Badi Hasenbühl. (rh)

Dass das Freibad saniert werden muss, steht ausser Frage. Das 1930 erbaute und mehrmals bereits in Teilen sanierte Areal Hasenbühl konnte nur noch mit erheblichem Aufwand aufrechterhalten werden, wie die Gemeinde mitteilte. Besonders die Beckenfolie, die Betonbecken und Umgänge sowie die Badwassertechnik gilt es zu erneuern. Der Gemeinderat hat daraufhin im April dieses Jahres eine Machbarkeitsstudie in Aussicht gestellt.

Nachdem weitere Abklärungen und Begehungen mit Fachspezialisten stattgefunden haben, kommt der Gemeinderat nun zu einer anderen Sichtweise. Finanzvorstand Adrian Hediger erklärt: «Eine Badeanstalt zu betreiben, ist eine komplexe Sache und benötigt viel Fachwissen. Durch die Begehungen mit diesen Fachspezialisten konnten wir die Idee, alles neu aufzubauen, verwerfen. Die Sanierung in Teilen und auch der direkte Weg mit dem Vorprojekt ist zielführender. Wir können so die Finanzierungslast auch besser aufteilen.»

Fachwissen dringend nötig

Gedacht wird in drei Modulen: die Gebäude, die technischen Anlagen und der Umgebungsteil, wie er im Gesak angetönt wurde als Badipark. Als erster Schritt wird nun umgehend das Vorprojekt gestartet, das die Beckensanierung, die Erneuerung der Wasseraufbereitungstechnik sowie die Sanierung der Dienstgebäude, der Pavillons und die Umgebungsgestaltung im Beckenbereich umfasst.

«Die Badetechnik ist unser Sorgenkind.»

Adrian Hediger

Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, unterstützt durch eine auf Bäder spezialisierte Bauherrenbegleitung, wird die erforderlichen baulichen und betrieblichen Massnahmen prüfen. «Wir erhalten so ein besseres und verfeinertes Bild über die anfallenden Sanierungsarbeiten und vor allem auch die Kosten.» Zu Beginn sei man von gegen sieben Millionen Franken ausgegangen, durch die Sanierungsmöglichkeiten sollte der Betrag gut auf die Hälfte schrumpfen, schätzt Hediger, aber: «Nach dem Vorprojekt wissen wir mehr.»

Grundsätzlich habe man aus der Bevölkerungsumfrage erfahren, dass die Badeanlage Hasenbühl der Bevölkerung durchaus gefalle, harmonisch wirke und zum Dorf passe, so Hediger. «Wie ein allfälliger Badipark aussehen könnte, ist nicht das vordringlichste Modul jetzt. Die Badetechnik ist unser Sorgenkind.»

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