Bassersdorf

«Schweizer Oktett» begeistert mit Werken von Schubert und viel Spielfreude

Der Konzertzirkel Bassersdorf lud am 15. Januar zu einem musikalischen Genuss: In der Reformierten Kirche gastierte das «Schweizer Oktett» mit Werken von Franz Schubert. Das Publikum erlebte einen Kammermusikabend voller Spielfreude und Leichtigkeit.

Die Musikerinnen und Musiker begeisterten mit Werken von Franz Schubert. (um)

Die Geschichte des Ensembles reicht bis ins Jahr 1990 zurück. Damals schlossen sich acht junge Musiker während ihres Musikstudiums zusammen. Was als studentisches Projekt begann, entwickelte sich zu einer gemeinsamen langjährigen Reise. Heute stehen anstelle der Jungmusikern erfahrene Berufsmusiker auf der Bühne. Die Besetzung hat sich im Laufe der Zeit verändert– zwei Musikerinnen sind dazugekommen.

Ein Markenzeichen des «Schweizer Oktett» ist die eigenständige Bearbeitung des Repertoires. So entsteht Kammermusik vom Feinsten, zugeschnitten auf die Besetzung. Das Spektrum reicht von Klassik über Chansons bis hin zur Volksmusik. Werke zahlreicher bekannter Komponisten tragen die Handschrift des Ensembles.

Schwungvolles Repertoire

Der Abend beginnt mit Schuberts «Deutschen Tänzen». Stücke, die schwungvoll und heiter auf das Hauptwerk einstimmen. Es ist das Oktett in F-Dur, welches Schubert im Frühjahr 1824 komponierte. Obwohl Schubert nur 31 Jahre alt wurde, hinterliess er ein reiches Werk, dessen Bedeutung erst nach seinem Tod vollständig erkannt wurde. Heute gilt Schubert als einer der wichtigsten Vertreter der frühen Romantik.

Das Werk «Oktett in F-Dur» ist lebhaft, locker und aufmunternd. Reizvoll ist das Wechselspiel zwischen den Streichern – drei Violinen, Cello und Kontrabass – und den Bläsern mit Klarinette, Fagott und Horn. Die feine Abstimmung unter den Musikerinnen und Musikern, oft nur durch Blicke und kleine Gesten, zeugt von grosser Vertrautheit und sichtbarer Freude am gemeinsamen Musizieren.

Das Publikum reagiert begeistert. Einzig die noch zahlreichen freien Plätze in der Kirche trübten den Eindruck ein wenig – ein kleiner Wermutstropfen bei einem ansonsten rundum gelungenen Kammermusikabend.

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