Bassersdorf

Traditionsverein löst sich nach 95 Jahren auf

Am 20. Juni wurde die Geschichte des 1930 gegründeten Verkehrs- und Verschönerungsvereins Bassersdorf – kurz VVB – beendet. An der Generalversammlung wurde die Auflösung des Vereins beschlossen.

Bis jetzt hat sich der VVB um solch verschmierte Bänke gekümmert. (rh)

Bekannt ist der Verkehrs- und Verschönerungsverein Bassersdorf (VVB), der bald sein 100-jähriges Bestehen hätte feiern können, durch die Erstellung und den Unterhalt von Ruhebänkli und der Planung von Wanderwegen sowie dem Aufstellen von Blumenschmuck und der Förderung von kulturellen Veranstaltungen, wie es in seinen Statuten stand.

Nur leidet der Verein wie so viele an Mitgliederschwund: wie in einem Beschluss der Gemeinde zu finden ist, waren von den 111 Mitgliedern, die der Verein zählt, gerade mal noch acht Mitglieder an der Generalversammlung aufgetaucht. Auch in früheren Jahren reagierten nur wenige auf Anfragen des Vorstandes. Dieser trat denn auch in globo auf die Juni-Versammlung hin zurück. Von den vielen Aufgaben in den Statuten hatte man in den letzten Jahren einzig noch die Ruhebänke erstellt und unterhalten – und dies mit grossem Aufwand und von der Bevölkerung sehr geschätzt, wie Hans Wepfer mitteilt, welcher die Bänke während 17 Jahren betreute.

Neu beim Strassenwesen

Diese Aufgabe wurde nun per Juni an die Gemeinde abgetreten und das Restvermögen von rund 13 000 Franken an die Gemeinde zweckgebunden überwiesen, wie die Gemeinde offenlegt. Die Erstellung und der Unterhalt der Ruhebänke im Siedlungsgebiet war schon länger Aufgabe des Strassenwesens, die Bänke in der Landschaft kommen nun neu dazu. Die Arbeiten an den Bänken im Wald und an Waldrändern wird mit dem Forstrevier koordiniert.

Die Gemeinde lässt zudem verlauten, dass «die Übernahme von Pflege und Instandhaltung der heute vorhandenen 63 Ruhebänken des VVB Personalressourcen erfordert, welche das Strassenwesen während den Wintermonaten aufbringen kann. Mit den neu betrauten Aufgaben sind die Ressourcen jedoch zukünftig ausgeschöpft.» Neben den sachlichen Fakten geht dennoch ein Stück Bassersdorfer Geschichte zu Ende.

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