Nürensdorf

Tradition wird zur Brücke

Auch die Bewohner der Asylunterkunft beteiligten sich an der Adventsfensterreihe in Nürensdorf und schmückten ihre Fenster mit weihnachtlichen Motiven.

Drei der dreissig engagierten Helfenden, die das Buffet vorbereitet haben. (dr)
Ein festlicher gedeckter Tisch und ein kulinarischer Schmaus verschiedenster Kulturen wartet auf die Adventsfensterbesucher. (zvg)

Die Ursprünge des Adventsfenster reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert. Damals wurden die Fenster der Häuser in der Adventszeit mit Kerzen geschmückt, um Licht in die Dunkelheit zu bringen und die Vorfreude auf Weihnachten zu teilen. Der Nürensdorfer Adventsfenster-Rundgang machte am 14. Dezember bei der Asylunterkunft Halt. Einladend leuchten bereits die festlich geschmückten Fenster an der Eigentalstrasse und erfüllen nicht nur ihren Zweck, Licht in die Gemeinde zu bringen, sondern legen ebenso starken Fokus auf den Gemeinschaftsaspekt.

Tradition begeistert

Bereits zum fünften Mal öffneten die Bewohnerinnen und Bewohner der örtlichen Asylunterkunft ihre Türen für das Adventsfenster. Nihat Halis, Asylkoordinator, erzählt: «Diese Adventsfenstertradition und das damit verbundene Zusammenkommen der Bevölkerung stossen auf grosse Begeisterung.» Die Adventsfenstertradition wird so zu einer Brücke zwischen den Bewohnern der Asylunterkunft und der örtlichen Gemeinschaft. Insbesondere die sorgfältig vorbereiteten kulinarischen Köstlichkeiten erfreuen sich grosser Aufmerksamkeit. Mit vereinten Kräften haben 30 engagierte Helfende ein verlockendes Buffet mit rund 20 delikaten Häppchen aus ihren Herkunftsländern kreiert.

Gegenseitiges Kennenlernen

Neben Geschichten aus den Herkunftsländern, dem Leben in der Schweiz und dem Wohlergehen der Familien finden auch alltägliche Themen Platz, wie etwa der viele Schnee. Aykanat, eine Bewohnerin der Asylunterkunft, erzählt schmunzelnd, dass sie gerne Ski fahren würde, jedoch ein wenig Respekt davor habe. Sie zeigt mit den Händen ein «Pizzastück», zur Darstellung, wie sie wahrscheinlich den Hang hinunterfahren würde. Die Stimmung im Raum mit den geschmückten Fenstern ist ausgelassen, obschon die Schwere der Themen stark variiert.

Das Adventsfenster wird somit zu einem leuchtenden Beispiel dafür, wie Traditionen einen Beitrag zur Schaffung von Verbindungen und Integration leisten können.

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