Bassersdorf führt einen Baumkataster ein
Die Gemeinde ist in diesem Jahr ein neues Projekt angegangen: Eine systematische Erfassung aller Bäume im öffentlichen Raum soll künftig die Arbeit erleichtern.
Die Gemeinde Bassersdorf hat im März angekündigt, einen sogenannten Baumkataster einzuführen. Das heisst, der Baumbestand in der Gemeinde soll in der kommunalen GeoWeb-Plattform GIS, welche neben Infrastrukturplänen, Flurkarten auch Standorte von Abfalleimern oder Feuerstellen beinhaltet, systematisch erfasst und gepflegt werden. Neu ist die Thematik bei der Gemeinde jedoch nicht: Das Projekt sei schon lange ein Thema und längst überfällig, sagt Ueli Meier von der Abteilung Bau + Werke. Bereits 1988 gab es in Bassersdorf einen solchen Kataster, damals aus Gründen des Ortsbildschutzes.
Markante Bäume festhalten
Festgehalten werden markante Bäume im öffentlichen Raum, also entlang von Strassen, auf Plätzen und in Parks sowie bei Schul- und Sportanlagen oder auf dem Friedhof. Eingetragen werden unter anderem Baumart, Alter, Stamm- und Kronendurchmesser sowie der allgemeine Gesundheitszustand. Sind Bäume morsch oder Äste bruchgefährdet, können diese künftig engmaschiger kontrolliert und notfalls schneller darauf reagiert werden.
«Der Kataster hat verschiedene Zwecke, primär soll jedoch die Zusammenarbeit unter den Akteuren erleichtert und die Sicherheit erhöht werden», erklärt Meier. Pflegearbeiten, Kontrollen und Schutzmassnahmen seien leichter umzusetzen als bisher nur durch periodische Kontrollen. Denn mit zunehmenden Wetterextremen steige die Bedeutung einer regelmässigen Kontrolle von Baumgesundheit und Sicherheit.
Vergeben wurde der Auftrag an das Forstrevier Hardwald Umgebung, das sich um die Erfassung kümmert. Der stellvertretende Revierförster Cornelius Steinegger sei zurzeit damit beschäftigt, die Bäume zu erfassen. Gemäss Meier sollen andere auf den weiteren Grundstücken der Gemeinde zeitnah folgen. Die GIS-Aufschaltung erfolgte durch die Gossweiler Ingenieure AG.

