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Sport

Frischer Wind zum Saisonstart: Drei Vereine, drei Perspektiven

Die neue Sportsaison steht vor der Tür – und mit ihr neue Ziele, Hoffnungen und Herausforderungen. Doch wie gehen die drei grossen Bassersdorfer Sportvereine in die kommenden Monate? Der «dorfblitz» hat bei den Präsidenten von UBN, FC Bassersdorf und EHC Bassersdorf nachgefragt.

Simon Weder: «Der Aufstieg war sensationell.» (fr)
Felix Pfister: «Die Lücken konnten wir mit eigenen Juniorinnen schliessen.» (fr)
Adrian Weiss: «Freude am Sport ist bei uns ein wichtiger Punkt.» (fr)

Ihre Antworten zeigen: Die drei Vereine sind unterschiedlich unterwegs – und doch verbindet sie ein Element: die Leidenschaft für ihren Sport und das Engagement für ihren Verein.

Unihockey: Grosser Sprung für Herren, Kontinuität bei den Damen

Der Unihockeyclub Bassersdorf Nürensdorf (UBN) blickt auf eine aussergewöhnliche Saison zurück. Das Herren-Fanionteam von UBN schaffte den Aufstieg von der ersten Liga in die zweithöchste Spielklasse der Schweiz, der Nationalliga B (NLB). Vereinspräsident Simon Weder (rechts) sorgte im entscheidenden Spiel gegen Unihockey Limmattal mit einem Hattrick für ordentlich Jubel in der Turnhalle Hatzenbühl. Der 38-jährige Vereinspräsident spielt seit vielen Jahren für UBN und ist noch immer Teil der ersten Mannschaft: «Der Aufstieg war sensationell. Das erste Mal in der Vereinsgeschichte dürfen wir in der NLB spielen. Auch unser Damenteam spielte um den Aufstieg in die NLB, dort gelang der Coup allerdings knapp nicht.»

Der Aufstieg in die NLB bedeutet für UBN erstmals viel Veränderung: «Vor allem für die Herren ist es eine grosse Veränderung – eine neue und höhere Liga und entsprechend besseres Niveau und auch weite Anreisewege», erzählt der Präsident. Entsprechend gross sei die Vorfreude, wie sich das Team in der ungewohnten Umgebung schlagen werde. Das erste Meisterschaftsspiel der Saison absolvierte UBN auswärts gegen Fribourg und konnte dort bereits einen ersten Erfolg verbuchen. Im Cup ist man gegen den HC Rychenberg Winterthur aus der Nationalliga A ausgeschieden. Danach gefragt, wie er auf die Saison der Damen vorausblickt, entgegnet Weder: «Bei den Damen sind wir ebenfalls sehr optimistisch, dass wir die sehr guten Leistungen aus den Folgejahren bestätigen und uns hoffentlich wieder mit den Aufstiegsspielen belohnen können.»

Personell hat sich beim Herrenteam einiges getan: Mit Luca Schaffner, dem ehemaligen Spieler und Aufstiegscoach, und Nico Pacozzi, der vom Headcoach zum Assistenten wechselt, steht ein neues Trainerduo an der Seitenlinie. Erstmals setzt der Verein zudem auf zwei Verstärkungsspieler aus Tschechien. Als Saisonziel gilt für die Herren die Playoff-Qualifikation und damit der Liga-Erhalt in der NLB, für die Damen der Gruppensieg in der 1. Liga. Der Weg dorthin führt laut dem Präsidenten über «harte Arbeit, gute Analyse des eigenen, aber auch des gegnerischen Spiels».

Besonders freut man sich bei UBN auf die vielen neuen Gegner in der höheren Liga – allen voran aber auf das traditionsreiche Derby gegen Pfannenstiel Egg, das man noch bestens aus gemeinsamen Zeiten in der 1. Liga kennt. Wer ein Heimspiel besucht, dem verspricht der Präsident «gute Stimmung, packende Spiele und leckere Verpflegungsmöglichkeiten».

«Der Aufstieg war sensationell. Das erste Mal in der Vereinsgeschichte dürfen wir in der NLB spielen.»

Simon Weder, Vereinspräsident Unihockeyclub Bassersdorf Nürensdorf (UBN)

Fussball: Zittersieg im letzten Spiel und Vorfreude auf junge Talente

Anders als bei UBN verlief die Saison beim FC Bassersdorf durchzogen. «Bei den Herren lief insbesondere die Rückrunde nicht immer so, wie wir uns das gewünscht hätten. Am Ende konnten wir den Ligaerhalt in der  2. Liga regional aber im allerletzten Meisterschaftsspiel doch noch sichern», erzählt Vereinspräsident Felix Pfister (links).

Mit Blick auf das Damenteam sagt Pfister: «Wir wussten bereits vor Saisonbeginn, dass eine schwierige Saison auf uns zukommen würde. Leider hat es am Ende nach zwei Jahren in der 3. Liga nicht gereicht für den Ligaerhalt. Trotzdem nehmen wir auch aus dieser Saison einiges mit.»
Trotz dieser Rückschläge blickt man mit spürbarem Optimismus nach vorne. «Mit viel Zuversicht und Vorfreude», beschreibt der Präsident die Stimmung vor der neuen Saison. Das Damenteam konnte zum Saisonauftakt gegen den FC Schwamendingen gewinnen, musste sich anschliessend aber gegen den FC Unterstrass und Zürich-City geschlagen geben. Zuletzt unterlag man im Derby gegen Wallisellen nur knapp.

Die Herren konnten derweil Auftaktsiege gegen Niederwenigen, Brüttisellen und Dübendorf verbuchen. Gegen die Kontrahenten aus Bülach teilte man die Punkte. Neben dem sportlichen Geschehen blickt der Verein unter Präsident Pfister zudem auf den im kommenden Frühling geplanten Spatenstich für zwei neue Fussballplätze bei der Sportanlage bxa.

Personell zeigt sich beim Herrenteam vor allem Beständigkeit: Der Kader blieb praktisch zusammen, ergänzt um einen jungen, talentierten Torhüter sowie die Rückkehr des vorjährigen Topscorers Liam Bachmann. «Bei den Frauen gab es einige Abgänge, was nach einer schwierigen Saison nicht ungewöhnlich ist. Umso schöner ist es, dass wir die entstandenen Lücken mit eigenen Juniorinnen schliessen konnten. Dies bietet uns die Chance, junge Spielerinnen Schritt für Schritt an den Aktivfussball heranzuführen», erzählt Pfister.

Als Saisonziel nennt der Präsident für die Herren einen Platz in der oberen Tabellenhälfte; bei einem Altersdurchschnitt von 23,5 Jahren gehe es dabei nicht nur um Resultate, sondern auch um die Weiterentwicklung der jungen Spieler. Bei den Frauen stehen Stabilisierung und die Integration der Juniorinnen im Vordergrund. Nötig dafür seien «Einsatz, Zusammenhalt und natürlich gute Trainerinnen und Trainer, die mit viel Herzblut dabei sind». Besonders freut sich Pfister auf die Derbys der 2. Liga gegen Bülach, Embrach und Brüttisellen, die laut ihm «immer eine besondere Atmosphäre» haben. Besuchern verspricht er «Amateurfussball mit viel Leidenschaft, Einsatz und Begeisterung», junge und hungrige Teams sowie hoffentlich viele Tore.

«Umso schöner ist es, dass wir die entstandenen Lücken mit eigenen Juniorinnen schliessen konnten.»

Felix Pfister, Präsident FC Bassersdorf

Eishockey: Frischer Wind nach frühem Playoff-Aus

Beim EHC Bassersdorf erreichten zur Freude von Präsident Adrian Weiss (links) sowohl das Damen- als auch das Herrenteam die Playoffs. «Leider war aber bei den Damen und den Herren schon in der ersten Runde Schluss. Vielleicht haben sich die Mannschaften selbst die Ziele zu hoch gesetzt», blickt Adrian Weiss zurück.

Dennoch schaut Adrian Weiss mit Freude auf die kommende Saison, insbesondere auf das Derby gegen Illnau-Effretikon: «Ich habe als Kind für diesen Verein gespielt, entsprechend ist es für mich jeweils eine spezielle Begegnung.» Nach dem Saisonziel gefragt, entgegnet Weiss: «Vertrauen zu gewinnen und sich kontinuierlich steigern sowie immer das Bestmögliche abzurufen.» Weiter ergänzt er: «Natürlich ist bei uns Freude am Sport und Zusammenhalt immer ein sehr wichtiger Punkt und sollte nicht vergessen gehen.» Personell hat sich bei beiden Mannschaften nur wenig geändert. Dennoch erhofft sich der Vereinspräsident dadurch «etwas frischen Wind».

Drei Vereine, ein Nenner

So unterschiedlich die Ausgangslagen auch sind – der Aufstieg der Unihockey-Herren in eine neue Liga, der hart erkämpfte Ligaerhalt der Fussballer im letzten Spiel oder das frühe Playoff-Aus der Eishockeyaner – eines vereint alle drei Vereine: der Wille, aus der vergangenen Saison zu lernen und mit neuem Elan in der kommenden Saison durchzustarten. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer der Region verspricht das eine Saison voller spannender Geschichten, packender Derbys und junger Talente, die sich zeigen wollen.

«Leider war aber bei den Damen und den Herren schon in der ersten Runde Schluss.»

Adrian Weiss, Präsident EHC Bassersdorf

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