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Künstliche Intelligenz erschwert das Erkennen von Falschmeldungen

Der Vortrag «Fake News» Mitte April im Franziskuszentrum war der dritte Anlass des Themenjahres «digital vernetzt» der Arbeitsgruppe «Gemeinsam bis ins Hohe Alter (GeHA)». Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich damit zu beschäftigen.

Ein kurzweiliges Referat zum Thema Fake News boten: (v.l.) Roger Oesch, Evelina Els, Marc Böhler (Referent) und Nadine Bürgi. (um)

Referent Marc Böhler, der seit Jahren Medienkurse in der ganzen Schweiz leitet, macht gleich zu Beginn klar: Falschmeldungen sind kein neues Phänomen. Neu ist jedoch die Geschwindigkeit, mit der sie sich verbreiten.

Früher galten Zeitungen, Radio und Fernsehen als verlässliche Informationsquellen. Heute hingegen verbreiten sich Nachrichten vor allem über Internet und soziale Medien – oft ungeprüft und in rasantem Tempo.

Fake News treten dabei in unterschiedlichsten Formen auf: erfundene Geschichten, manipulierte Bilder oder aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen. Anhand konkreter Beispiele zeigt Böhler, wie sich Technologien verändert haben. Während gefälschte, mit «KI» manipulierte Bilder früher oft leicht erkennbar waren – etwa durch unnatürlich gestaltete Details – sind moderne, durch «KI» erzeugte Inhalte, kaum mehr von echten zu unterscheiden. Diese Entwicklung sorgt für Verunsicherung. Eine Besucherin bringt es auf den Punkt: «Muss ich jetzt alles hinterfragen?» Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht.

Medienkompetenz ist gefragt

Nicht jede falsche Information wird bewusst verbreitet – auch Fehler oder ungenaue Recherchen können zu Fehlinformationen führen, selbst in etablierten Medien.
Der Referent betont, dass Medienkompetenz immer wichtiger sei. Gerade für ältere Menschen stellt die digitale Welt eine Herausforderung dar, da sie nicht mit sozialen Netzwerken aufgewachsen sind. Doch es gibt einfache Strategien: Quellen prüfen, verschiedene Meldungen vergleichen und bei reisserischen Schlagzeilen skeptisch bleiben. Wer innehält und hinterfragt, schützt sich besser vor Täuschung.

Übrigens: Laut des Referenten gelten Regionalzeitungen – wie der dorfblitz – als verlässliche Informationsquelle. Auch in Zeiten von Fake News.

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