Sport

Lokale Austragung des Eidgenössischen Feldschiessens war ein Erfolg

In der ganzen Schweiz ertönten am letzten Mai-Wochenende Schüsse von den Schiessplätzen her. Auch in Brütten, wo dieses Jahr die regionale Austragung des Eidgenössischen Feldschiessens durchgeführt wurde.

Höchste Konzentration beim Anvisieren der Zielscheibe. (ag)

Die Klänge in der Nähe des Schiessplatzes unterhalb von Brütten verrieten es schon: Es war ein Event im Gange. Von überall her parkten am Samstag bei sonnigem Wetter und fast 30 Grad Autos auf dem Feldweg Richtung Schützen-Beizli: Schaffhausen, Thurgau, Luzern … und natürlich viele Zürcher.

Die lokale Austragung des Eidgenössischen Feldschiessens wurde nach zehn Jahren wieder in Brütten durch den Schiessverein organisiert und durchgeführt. Vom 29. bis 31. Mai konnten regionale Schützen und auch Laien ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Männer und Frauen reisten dafür mit ihren Ordonnanzwaffen an und mussten sich zuerst im Büro für ihren Startplatz registrieren. Sogleich erhielten sie ihre Munition und mussten sich vor Betreten des Standes noch einem kurzen Waffen-Check unterziehen. Schweizweit nahmen weit über 100 000 Schützen teil, in Brütten waren es 317.

Schuss und Geselligkeit

Immer vier Teilnehmende durften mit Ohrenschutz Pamir ausgestattet gleichzeitig ihren Platz einnehmen und die Zielscheibe anvisieren. Im Einzelfeuer wurden sechs Schüsse in sechs Minuten abgegeben. Anschliessend folgten zwei Kurzfeuer-Serien mit je drei Schüssen in 60 Sekunden. Den Abschluss bildete das Schnellfeuer mit sechs Schüssen in einer Minute. Die maximale Punktzahl betrug 72 Punkte bei 18 Schüssen. Der lokale Gewinner, Michael Fäller vom SV Rickenbach erzielte 70 Punkte.

Am Ende stand jedoch auch die Geselligkeit im Vordergrund. So erzählt ein älterer Schütze, er habe seit er 17 Jahre alt war, kein einziges Feldschiessen verpasst. Die Punktzahl sei dabei nebensächlich, es gehe darum, Zeit mit den Vereinskollegen zu verbringen. Michael Dürsteler vom Schiessverein Brütten zeigte sich zufrieden mit dem Event. Und dies, obwohl am Samstagvormittag noch zwei Scheiben einen Defekt aufwiesen und die Ablösungen umgeplant werden mussten auf vier statt sechs Schützen. Auch die zentrale Applikation war teilweise überlastet bei der Registrierung, was zu längeren Wartezeiten führte. Dennoch: «Alle im Verein halfen einander, es war ein tolles Wochenende!»

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