Nürensdorfer Armbrustschützen gehören zur nationalen Spitze
Nürensdorf 1 qualifizierte sich erstmals seit 2020 wieder für den Mannschaftsmeisterschafts-Final der Nationalliga A. Im grossen Final um den Meistertitel belegten sie den hervorragenden 2. Rang.
Der Final der Mannschaftsmeisterschaft wurde in diesem Jahr in Nürensdorf ausgetragen. Für den Armbrustschützenverein Nürensdorf war dies gleich doppelt speziell: Nicht nur durfte der Verein den Final im eigenen Heimstand durchführen, auch qualifizierte sich die erste Mannschaft erstmals seit 2020 wieder für den Finalwettkampf der Nationalliga A.
Der Weg dorthin war alles andere als einfach. Seit April kämpften die acht Mannschaften der Nationalliga A in sieben Heimrunden und Direktbegegnungen um die begehrten Finalplätze. Für Nürensdorf 1 blieb die Ausgangslage über die ganze Saison hinweg spannend. Die Resultate zeigten immer wieder das grosse Potenzial der Mannschaft, gleichzeitig war die Finalqualifikation nie frühzeitig gesichert. Mit starken Rängen drei, vier und sechs hielt sich das Team aber konstant im Rennen und bewies Runde für Runde, dass mit Nürensdorf fürs Final zu rechnen ist.
Leiter Andy Morf setzte dabei auf eine weitgehend konstante Mannschaft. Neben Martin Raschle, Marcelina Häringer, Sven Bachofner, Richi Raschle und Andreas Portner durfte in diesem Jahr erstmals auch Lukas Raschle Nürensdorf 1 in einem Final vertreten. Trotz der verdienten Qualifikation ging Nürensdorf als Aussenseiter in den Finaltag. Die weiteren Finalisten Schwarzenburg, Rümlang und Titelverteidiger Zug hatten über die Saison hinweg durchwegs stärkere Resultate erzielt.
Erster Podestplatz seit sieben Jahren
Am sonnigen Finaltag vom 27. September wartete im Halbfinal der ASG Schwarzenburg. Während die Gäste eine längere Anreise hinter sich hatten, durfte Nürensdorf auf den eigenen Heimstand zählen. Die Bedingungen zeigten sich von ihrer besten Seite: Sonnenschein, angenehme Verhältnisse und kaum Wind. Trotzdem fand Nürensdorf 1 nicht wie gewünscht in den Wettkampf. Die Resultate blieben unter den eigenen Erwartungen und die Liveauswertung machte bald klar, dass es bis zum Schluss eine Zitterpartie werden würde.
Für zusätzliche Spannung sorgte Marcelina, die als letzte Nürensdorferin noch im Stand sass, während die übrigen Resultate bereits ausgewertet waren. Erst in den letzten Minuten fiel ihr letzter Schuss. Schnell wurde gerechnet, gezittert und dann gejubelt. Mit 1113 zu 1108 Punkten gewann Nürensdorf den Halbfinal gegen Schwarzenburg. Damit war der erste Podestplatz im Mannschaftswettkampf seit 2019 bereits gesichert.
Minimale fünf Punkte Rückstand
Nach einer längeren Pause und dem kleinen Final stand der Gegner für den grossen Final fest: Rümlang 1. Mit dem sicheren Podestplatz im Rücken konnte Nürensdorf befreit antreten. Nun gab es nur noch mehr zu gewinnen. Noch einmal nahmen alle sechs Schützinnen und Schützen im Heimstand Platz, noch einmal wurde um jeden Punkt gekämpft.
Auch im Final blieben die Bedingungen hervorragend, doch Finalwettkämpfe haben bekanntlich ihre eigenen Regeln. Keinem Nürensdorfer gelang ein Wettkampf ganz nach Wunsch, und trotzdem blieb das Team bis zum Schluss nahe dran. Am Ende entschieden lediglich fünf Punkte über den Meistertitel. Nürensdorf 1 unterlag einer starken Rümlanger Mannschaft knapp mit 1130 zu 1135 Punkten. Auch wenn der ganz grosse Coup knapp verpasst wurde, überwog am Ende der Stolz. Nach Jahren ohne Finalpodest durfte Nürensdorf 1 wieder ganz vorne mitfeiern.



