Nürensdorf

Offene Türen, offene Begegnungen

Wer wissen wollte, wie die Asylunterkunft an der Eigentalstrasse aussieht, konnte am Samstag, 20. Juni, einen Blick hineinwerfen. Mitarbeitende der Fachstelle Soziales sowie Bewohnerinnen und Bewohner luden zum Tag der offenen Tür ein.

Die Asylunterkunft für sich gut ins Landschaftsbild ein. (um)
Freude über den gelungenen Tag. (um)
Die Küche, Treffpunkt der Bewohner. (um)
Die Bewohner fühlen sich wohl in den Zimmern. (um)
Mit Freude offerieren die Bewohner einen Apéro. (um)

Bereits beim Eingang gibt es kühle Getränke und Nihat Halis, Co-Leiter der Fachstelle Soziales, bietet einen Rundgang durch die Unterkunft an. Der helle Gang, grosszügige Sanitäranlagen, Waschküche sowie die geräumige Gemeinschaftsküche hinterlassen einen freundlichen Eindruck. Die Unterkunft wurde vor drei Jahren aufgestockt. Beide Geschosse bieten weitgehend dieselben Einrichtungen.

Organisierter Alltag

Die Küche zeigt, wie der Alltag organisiert ist. Jeder Bewohner verfügt über ein abschliessbares Kästchen für persönliche Dinge. Auch der grosse Kühlschrank ist in einzelne, verschliessbare Fächer unterteilt. Gekocht wird selbstständig, und für warme Sommertage steht zusätzlich ein grosser Tiefkühler zur Verfügung.

Die Unterkunft bietet Platz für maximal 40 Personen und ist derzeit nicht vollständig ausgelastet. Eine Bewohnerin öffnet freundlicherweise ihr Zimmer. Der helle Raum ist zweckmässig eingerichtet und wird von zwei Personen bewohnt. Familien mit Kindern werden normalerweise aus Gründen der Privatsphäre in anderen Wohnungen untergebracht.

In Nürensdorf leben Asylsuchende aus 15 Kulturen. Auch an der Eigentalstrasse ist die Vielfalt gross. Alle besuchen Deutschkurse, aber die Sprache sei schwierig zu lernen, wie viele sagen. «Mit Händen und Füssen» funktioniere die Verständigung aber erstaunlich gut, erklärt Nihat Halis. Gegenseitiger Respekt sei für das Zusammenleben besonders wichtig.

Die Gäste erwartet ein Apéro mit gefüllten Auberginenröllchen, Fladenbrot, Fleischgerichte und feinen Desserts. Auch Beat Schönwitz, Co-Leiter der Fachstelle Soziales, und die abtretende Gemeinderätin Edith Betschart geniessen die lebhafte Stimmung. Beide betonen die Bedeutung solcher Begegnungen für das gegenseitige Verständnis und das Gemeinschaftsgefühl.

Auch wenn sich nur wenige Gäste einfanden, zeigt der Tag eindrücklich, wie wichtig persönliche Begegnungen sind. Offene Türen schaffen Vertrauen – und manchmal entstehen dabei ganz unkompliziert neue Bekanntschaften.

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