Neuer Gewerbeanlass in den Startlöchern
Sechs Spiele, sechs Siege: Unihockey Bassersdorf Nürensdorf träumte vom Ligaerhalt und ist in der Nationalliga B zum Albtraum der Gegner geworden.
Für Unihockey Bassersdorf Nürensdorf (UBN) ist die Nationalliga B (NLB) Neuland.Nach dem Aufstieg im Frühling wartet nun eine deutlich stärkere Konkurrenz: mit Aufstiegsfavoriten, einem Absteiger aus der Nationalliga A und vielen ausländischen Spielern. Eingeschüchtert hat das UBN bislang nicht. Präsident und Spieler Simon Weder erzählt, warum sein Team so erfolgreich ist und warum es in der Garderobe niemand fassen kann.
Ein neues Spiel
Der Unterschied im Niveau zwischen der 1. Liga und der NLB sei klar spürbar: «Das Spiel ist schneller und körperintensiver, viele Gegner haben ausländische Spieler, die das Niveau brutal erhöhen», erklärt Simon Weder. Hinzu kommt, dass es der Spielplan dem Aufsteiger nicht leicht machte: Fünf der ersten sechs Gegner gehören zu den Topteams der Liga.
Umso erstaunter über die Siegesserie waren nicht nur das Publikum, sondern auch die UBN-Spieler selbst. «Wir gehen nach jedem Sieg in die Garderobe, schauen uns an, und keiner checkt so richtig, dass es schon wieder passiert ist und wir schon wieder gewonnen haben», sagt Weder.
Die Kraft des Underdogs
Seit dem Ligawechsel hat sich im Team einiges getan. Das Kader blieb grösstenteils gleich, doch mit den Tschechen Jan Dobosz und Dan Semerád konnten laut Simon Weder «zwei sehr gute Spieler» dazugewonnen werden. Zudem investiert das Team viel mehr in die Gegneranalyse und die Matchvorbereitung. Den grössten Unterschied mache aber die Aufopferungsbereitschaft: «Wir gehen in jedes Spiel, als wäre es unser letztes.» Dabei hilft die Rolle des Aufsteigers: «Wir haben nichts zu verlieren, von uns erwartet niemand etwas, und das macht uns gefährlich.»
Die Siege werden nicht als selbstverständlich erachtet: «Das Gaudi wird immer grösser. Wir feiern jeden Sieg, als wären wir gerade aufgestiegen.» Trotz der gefeierten Erfolge bleibt das Team bodenständig: Das Ziel ist weiterhin der Ligaerhalt durch die Playoff-Qualifikation. Dass auch Niederlagen kommen werden, ist dem Präsidenten bewusst. Unterschätzen werde UBN nun aber niemand mehr. Die Mission für die restlichen 16 Spiele ist klar: «Wir wollen die Liga nerven und zeigen, was wir draufhaben.»



