Brütten

Kritischer Wasserstand: Brütten ruft zu Wassersparen auf

Die extreme Trockenheit der vergangenen Monate zwingt die Gemeinde Brütten, Massnahmen zu ergreifen. Brunnen werden abgestellt, Rasenflächen nicht mehr bewässert.

Bild: Brütten stellt per sofort die Brunnen ab, um Trinkwasser zu sparen. (bg)

Seit Monaten hat es in der Region kaum mehr geregnet. Quellen versiegen, Grundwasserspiegel sinken. Das auf einem Hochplateau gelegene Brütten ist von Wasserknappheit dabei noch stärker betroffen als tiefer gelegene Gemeinden. Darum rufen Tiefbauvorsteher Peter Ball und Tiefbausekretär Daniel Spiess in einem Brief an die Einwohner diese nun zum Wassersparen auf.

Keine Entspannung in Sicht

«Die ausbleibenden Niederschläge haben den Ertrag der Quelle Steighäuli stark reduziert», heisst es darin. Momentan liefert die Quelle nur noch 35 Liter pro Minute – im Jahresmittel wären es 100 Liter. Auch die Grundwasserpegel der Zulieferer sinken stetig. «Damit sich die Situation wieder entspannt, sind mehrere Tage und Wochen mit verbreitetem Regen notwendig», erklärt Spiess. Dieser sei derzeit aber leider nicht in Aussicht.

Nur fünf Minuten duschen

Als erste Massnahme stellt die Gemeinde per sofort die Brunnen ab, die ans Trinkwassernetz angeschlossen sind, und sie bewässert keine Rasenflächen mehr.

Zudem legt sie den Einwohnerinnen und Einwohnern eine Reihe von Massnahmen ans Herz, mit denen diese zum Wassersparen beitragen können. Dazu gehört auch, keine Rasenflächen mehr zu bewässern, keine Pools zu füllen, und keine Autos, Terrassen und Vorplätze mehr zu waschen. Ausserdem sollte man nicht länger als fünf Minuten duschen, den Wasserhahn nie unnötig laufen lassen, beim WC die Spartaste benützen und die Haushaltsgeräte im Eco-Modus laufen lassen.

Verbrauch halbieren

«Aktuell verbraucht eine Person rund 300 Liter Wasser pro Tag», erklärt Spiess. «Unser Ziel ist es, diesen Wert auf 150 Liter zu senken.» Die Empfehlungen gelten bis auf Weiteres. «Sollte der Verbrauch nicht sinken und sich die Situation weiter verschärfen, behalten wir uns die Verfügung von Massnahmen vor», sagt Spiess.

Weitere werden folgen

Brütten ist nach Neftenbach und Lindau eine der ersten Gemeinden in der Region, die aktiv zum Wassersparen aufrufen. Weitere dürften in den nächsten Tagen folgen, denn die Wasserknappheit ist bei den meisten Gemeinden hinter den Kulissen aktuell ein Thema.

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