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Bassersdorf

Brüttenertunnel: Lärmintensive Nacharbeiten starten

Bei den Vorbereitungen für den Bau des künftigen Brüttenertunnels in Bassersdorf beginnen in der kommenden Woche lärmintensive Nachtarbeiten. Um die Belastung für die Anwohnenden möglichst gering zu halten, wird für die Spundwandarbeiten in einem Pilotprojekt eine spezielle Lärmdämmung an der Baumaschine eingesetzt.

Mit den beiden Maschinen rechts im Bild mit den grossen Spindeln wird der Boden aufgelockert, damit die Spundwände mit der Maschine rechts in den Boden gerüttelt werden können (rh)
Um die Baugrube stabil zu halten und das Eindringen von Grundwasser zu verhindern, werden solle Spundwände links und rechts der Grube in die Erde gerammt. (rh)
20 Meter lange Stahlelemente werden von dieser Baumaschine in den Boden gerammt. Die schwarze «Ziehharmonika» am oberen Teil der Maschine wird als Lärmdämmung über das Stahlelement hinuntergezogen. (rh)
Hunderte Elemente müssen per Langtransport herangeschafft werden. (rh)
Luftaufnahme des Baustellengebietes MehrSpur Zürich-Winterthur Blickrichtung Ufmatten/Bächli. Südlich der Bahngeleise wird die 500 Meter lange Grube für das Tunnelportal ausgehoben. (zvg/SBB)
Josef Sautter, Verantwortlicher Projektleiter für den Abschnitt Bassersdorf erläutert das Vorgehen. (rh)
Wie Lärmintensiv die Arbeiten sind, zeigt eine Schallpegelmessung nahe der Maschine von 111 Dezibel. (rh)

Im Gebiet Ufmatten/Bächli südlich der Bahnlinie wird im Rahmen des Projektes MehrSpur Zürich–Winterthur derzeit die Baugrube für die Einfahrt in den künftigen Brüttenertunnel vorbereitet. Die gesamte Baugrube wird rund 500 Meter lang, bis zu 40 Meter breit und bis zu 25 Meter tief. Sie erstreckt sich vom Gebiet Ufmatten bis zum Undereigenweg beim Waldrand. Die Grube entsteht in drei Etappen: West, Mitte und Ost. Derzeit wird die rund 250 Meter lange Baugrube West (auf der Höhe der Wertstoffsammelstelle) erstellt. Später werden von hier aus die Tunnelbohrmaschinen starten. Zudem entstehen in den Baugruben später die Rampen, über welche die Züge künftig in den Brüttenertunnel einfahren.

Spundwände werden eingerüttelt

Damit die Baugrube stabil bleibt und möglichst wenig Grundwasser eindringt, werden sogenannte Spundwände eingebaut. Dabei handelt es sich um mehr als 20 Meter lange Stahlprofile, die mit Spezialgeräten tief in den Boden eingerüttelt werden. Sie bilden eine geschlossene Wand und sichern damit den umliegenden Boden. Wie das genau funktioniert, zeigte die SBB den Medien gestern Freitag bei einer Begehung auf der Baustelle.

Nachtarbeiten unerlässlich

Das Einbringen der Spundwände ist mit erheblichem Lärm verbunden. Gemäss Informationen von Josef Sautter, verantwortlicher Projektleiter für den Tunnelbau im Abschnitt Bassersdorf, sollen jedoch 95 Prozent der Arbeiten tagsüber ausgeführt werden. Weil sich die Baustelle aber unmittelbar neben den Gleisen befindet, sind gewisse Arbeiten nur während nächtlicher Betriebspausen möglich. Dann können Gleise gesperrt und die Fahrleitungen ausgeschaltet werden, damit die Arbeiten sicher ausgeführt werden können.

Die ersten Nachtarbeiten beginnen nun kommende Woche in der Nacht von Montag auf Dienstag. Bis Ende 2026 ist mit rund 20 bis 30 Arbeitsnächten zu rechnen, so Sautter. Von Januar bis März 2027 dürften weitere 10 bis 15 Nächte hinzukommen. Gemäss SBB werden die Direktbetroffenen regelmässig über anstehende Arbeiten informiert.

Schalldämmung soll Lärm reduzieren

Wie lärmintensiv diese speziellen Arbeiten sind, konnten die Medienschaffenden vor Ort hören. Ein mitgebrachter Schallpegelmesser zeigte während des Rammvorgangs in der Nähe der Maschine rund 108 bis 111 Dezibel an. Die SBB ist sich bewusst, dass insbesondere die nächtlichen Arbeiten für die Anwohnenden belastend sind. Um die Lärmemissionen zu reduzieren, kommt in Bassersdorf deshalb erstmals ein neu entwickelter Schallschutz-Prototyp für die Spundwandmaschine zum Einsatz. Eine Manschette, die aussieht wie eine grosse Ziehharmonika, umschliesst den lärmintensiven Arbeitsbereich der Maschine und soll den Schall um rund 10 bis 15 Dezibel reduzieren.

Die besonders umfangreichen Nachtarbeiten konzentrieren sich auf die Baugrube West, wie weiter zu erfahren war. Bei den Baugruben Mitte und Ost, die in den kommenden zwei Jahren folgen, sollen die Arbeiten gemäss Projektleitung nahezu vollständig tagsüber stattfinden.

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