Sport

Aufstieg in die NLB: Unihockey Märchen im Hatzenbühl

Ein Abend für die Vereinsgeschichtsbücher: Mit dem Coup gegen Unihockey Limmattal steigt Unihockey Bassersdorf Nürensdorf (UBN) erstmals in der Vereinsgeschichte in die Nationalliga B auf. Der Mann des Spiels: UBN-Präsident Simon Weder.

Die Freude über den Aufstieg ist gross. (zvg)
Die Freude über den Aufstieg ist gross. (zvg)
Die Freude über den Aufstieg ist gross. (zvg)
Die Freude über den Aufstieg ist gross. (zvg)
Die Freude über den Aufstieg ist gross. (zvg)
Die Freude über den Aufstieg ist gross. (zvg)

Nachdem die Kontrahenten aus dem Limmattal die Serie 2:2 ausgleichen konnten, stand am Sonntagabend das alles entscheidende Spiel in der Nürensdorfer Hatzenbühl-Halle an. Die Partie versprach viel Spannung und zog viele Zuschauer an. So viele, dass aufgrund feuerpolizeilicher Vorschriften das Höchstlimit an Besuchern erreicht wurde und so gewisse Fans mit dem Livestream vertröstet wurden. Das «Hatzi» war damit mit 250 Zuschauern offiziell ausverkauft.

Viel Spannung

Die Partie war an Spannung kaum zu überbieten. Kaum erzielte Unihockey Limmattal die Führung, sorgte UBN umgehend wieder für den Ausgleich. Simon Weder, gleichzeitig Spieler und Präsident, gelangen dabei gleich zwei Treffer mit Weitschüssen. Knapp zehn Minuten vor Schluss stellte Fabian Fenaroli für UBN plötzlich die 4:3‑Führung her, was das ausverkaufte «Hatzi» in Jubel versetzte. Doch es vergingen, wie schon das ganze Spiel, nur wenige Minuten bis zum erneuten Ausgleich.

Und wie es sich kein Märchenautor schöner hätte ausdenken können, gelang Simon Weder vier Minuten vor Schluss der Hattrick und Siegestreffer für UBN. «Ich frage mich, wer der Drehbuchautor dieses Spiels war. So viel Spannung, Jubel und eine überaus fantastische Stimmung», fasst Zuschauer Simon Gaus das Spiel zusammen.

Fast ausgeschieden

Nach dem Spiel konnte Simon Weder die Situation kaum fassen: «Es ist einfach nur surreal. Ich hätte mir nie ein schöneres Szenario vorstellen können.» Weiter ergänzt der 37-Jährige: «Kurz vor dem Ausscheiden im Viertelfinal habe ich mich ans Team gewandt und gesagt, dass es hier und jetzt nicht mein letztes Spiel sein kann. Das hat eine spürbare Welle ausgelöst, die mit dem heutigen Aufstieg ihren Höhepunkt erreicht hat.»

«Eine solche Saison mit dem Aufstieg zu krönen, ist natürlich das Schönste.»

Luca Schaffner

Tatsächlich stand UBN in den Playoffs mit dem Rücken zur Wand: Gegen die Rheintal Gators sah sich UBN früh mit einem 0:2-Serienrückstand konfrontiert und gewann drei Spiele in Folge, um das frühe Saison-Aus abzuwenden. «Wir haben uns während der Playoffs stark gesteigert und uns immer mehr in einen Rausch gespielt», erzählt der dreifache Torschütze.

Auch der Trainer des Fanionteams von UBN war nach dem besiegelten Aufstieg sichtlich zufrieden: «Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft und die Funktionäre des Vereins. Eine solche Saison mit dem Aufstieg zu krönen, ist natürlich das Schönste», erzählt Luca Schaffner. Nach der Leistungssteigerung während der Playoffs gefragt, entgegnet er: «Während der gesamten Playoffs hatten wir kaum Verletzungen und konnten somit auf einen breiten Kader zugreifen, was schlussendlich viele Vorteile mit sich brachte».

UBN darf nun in der kommenden Saison in der zweihöchsten Spielklasse der Schweiz spielen. «Wir sind gespannt, was diese Reise alles bringen wird», erzählt Luca Schaffner und geht anschliessend mit der Mannschaft zum verdienten Feiern in die Garderobe.

Diesen Artikel können Sie liken!