Bassersdorf

Bassersdorf sucht den Jass-Champion

In der bxa geht am 12. September die erste kantonale Zürcher Jass-Meisterschaft über die Bühne. Der Anlass soll das Spiel wieder bekannter machen.

Jassen hilft dabei, sozial und mental aktiv zu bleiben. (zvg)

Kurt Stieger ist ein passionierter Jasser. Zusammen mit rund 40 Gleichgesinnten trifft sich der Präsident des Kantonal Zürcher Jassvereins jeweils am Donnerstagabend in der bxa in Bassersdorf (oder am Mittwoch in Embrach), um dem Schweizer Traditionsspiel zu frönen. In einer dieser Runden keimte der Gedanke auf, einen «richtig schönen Jass-Event auf die Beine zu stellen», erzählt er. Die Idee der ersten kantonalen Jassmeisterschaft war geboren.

«Wir würden gern das Jassen wieder populärer machen», erklärt Stieger. Zwar werde in gemütlichen Runden oder beispielsweise nach Sporttrainings immer noch munter gejasst – aber es fehlten die grossen Anlässe, die das Jassen aus der versteckten Ecke holten und an denen sich die Jasserinnen und Jasser mit anderen Spielern messen können. Diese Lücke will der Zürcher Jassverein nun mit der ersten kantonalen Jass-Meisterschaft schliessen.

Partner wird zugelost

«Der Anlass richtet sich an alle Schieberjasserinnen und -jasser», sagt Stieger. Gespielt wird Einzelschieber mit zugelostem Partner; im Einsatz sind die Deutschschweizer Karten. Der Sieger erhält einen Preis im Wert von 600 Franken. Weitere Barpreise werden vergeben; kein Spieler geht ohne einen Bargewinn nach Hause. Der Anlass dauert den ganzen Tag. Die Teilnehmerzahl ist auf hundert beschränkt. Sollten sich aber die Jasser in grossen Massen anmelden, würde der Verein die Teilnehmerzahl zu erhöhen versuchen.

Nachwuchs ansprechen

Der Kantonal Zürcher Jassverein wurde 1994 gegründet und besteht aus rund 80 Mitgliedern. Ziel und Zweck des Vereins ist es, seinen Mitgliedern das Jassen in gemütlicher Runde zu ermöglichen und daneben auch immer wieder grössere Turniere und Anlässe zu organisieren, an denen man sich mit anderen messen kann.

Vielen Senioren und Seniorinnen hilft das gemeinsame Kartenspiel dabei, sozial und mental aktiv zu bleiben. «Josephine, unser ältestes Mitglied, ist bereits 96 Jahre alt», berichtet Stieger. Und der 93-jährige Mario reise regelmässig von Schindellegi an, um an den Jasstreffen teilnehmen zu können. Wichtig ist den Mitgliedern aber zudem, dass auch jüngere Spieler vermehrt angesprochen werden. «Das Jassen muss weiterleben», so das Motto des Vereins.

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