Bassersdorf

«Big Picture»: Der Gemeinderat informiert zu aktuellen Themen

Anfang September lud der Gemeinderat Bassersdorf erneut zur Veranstaltungsreihe «Big Picture» ein. Dabei informierte er über den Stand seiner Legislaturziele und gab einen Ausblick auf die kommenden Geschäfte der Gemeindeversammlung.

An der Informations-Veranstaltung des Gemeinderates blieben dieses Mal viele Stühle leer. (rh)

Seit seinem Amtsantritt legt Gemeindepräsident Christian Pfaller Wert auf eine offene Kommunikation. Mit «Big Picture» möchte er der Bevölkerung regelmässig Einblick in die Arbeit des Gemeinderates geben. Das Interesse daran scheint jedoch nachzulassen: Am 2. September fanden sich in der Aula des Schulhauses Chrüzacher lediglich rund 40 Personen ein.

Rückblick auf drei Jahre Legislatur

Gemeinsam mit dem im Frühling neu gewählten Schulpräsidenten Tim Gelmi nutzte Pfaller die Gelegenheit, über bereits umgesetzte sowie laufende Projekte zu berichten. Anhand der Legislaturziele zeigte er auf, welche Schwerpunkte in den letzten drei Jahren angegangen wurden. So erinnerte er im Bereich Gesellschaft etwa an die Bevölkerungsumfrage von 2023, an die Anschaffung moderner ICT-Infrastruktur für die Schule oder an die Leistungsvereinbarung mit der KZU-Spitex Bassersdorf Nürensdorf Brütten. In der Raumentwicklung standen die Personenunterführung, verschiedene Werterhaltungsprojekte und die Umsetzung der Bau- und Zonenordnung im Vordergrund. Auch im Bereich Umwelt konnte der Gemeinderat Fortschritte erzielen, insbesondere mit dem Ausbau von Solar- und Photovoltaikanlagen. Auf Verwaltungsebene wurden unter anderem das Geschäftsreglement der Sozialbehörde erarbeitet sowie das Organisations- und Verwaltungsreglement angepasst.

Herausforderungen im Bildungsbereich

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vorschau auf die Gemeindeversammlung vom 16. September. Dort wird unter anderem über eine Initiative des Vereins Centrumshüsli abgestimmt, die für die Sanierung des geschützten Hauses einen «à fonds perdu»-Beitrag von 500 000 Franken beantragt. Demgegenüber steht ein Gegenvorschlag des Gemeinderates, welcher diesen (rückzahlbaren) Betrag an Bedingungen knüpft. Lesen Sie dazu auch den separaten Beitrag.

Ebenfalls zur Sprache kam die Schaffung einer Leitung Bildung, welche den Schulpräsidenten von administrativen Aufgaben entlasten soll. Diese Vorlage wird an der Versammlung jedoch lediglich vorberaten, bevor sie am 30. November an die Urne gelangt. Schulpräsident Gelmi machte deutlich, dass die aktuellen Aufgaben im Ressort Bildung hohe Anforderungen an die personelle und fachliche Führung stellen. Mit einer neuen Leitung könnten operative und politische Aufgaben klarer voneinander getrennt und insgesamt besser bewältigt werden.

Gemeindeverwaltung fit für die Zukunft

Ein weiterer Informationsblock war der Organisationsentwicklung der Gemeindeverwaltung gewidmet. Ziel ist es, die Verwaltung zukunftsfähig aufzustellen. Mit Unterstützung externer Fachleute wurden drei zentrale Handlungsfelder definiert: die Organisationsstruktur und ihre Instrumente, das Prozessmanagement und die Wissenssicherung sowie die Führungs- und Zusammenarbeitskultur. In diesen Bereichen sollen in den kommenden eineinhalb Jahren Verbesserungen umgesetzt werden.

Fragen aus der Bevölkerung

Zum Abschluss nutzten die Anwesenden die Fragerunde, um insbesondere mehr über die geplante Leitung Bildung zu erfahren. Diskutiert wurden die konkreten Vorteile dieser neuen Funktion, die Erwartungen der Schulleitungen und auch die Frage, ob andere Gemeinden bereits ähnliche Modelle eingeführt haben. Für Gelmi stellt die neue Stelle einen wichtigen Schritt zur Professionalisierung des Schulbetriebs dar, von dem letztlich nicht nur die Schulleitungen, sondern auch die Lehrpersonen profitieren könnten.

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