Einblicke in die Arbeit des Zürcher Sicherheitsdirektors
Am Samstag, 26. September, organisierte die SVP Brütten einen öffentlichen Anlass mit Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Im Gemeindesaal sprach er über seine vielseitige Tätigkeit und die Sicherheit im Kanton Zürich.
Mario Fehr wurde im Jahr 2011 in den Zürcher Regierungsrat gewählt und ist seither Vorsteher der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich. Jürg Stahl, Präsident der SVP Brütten, verbindet mit Fehr eine langjährige Freundschaft, die sowohl über die Politik als auch den Sport geprägt ist. Beispielsweise hatte Stahl – damals Präsident von Swiss Olympic – Fehr an den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris empfangen. Nun lud Stahl als Präsident der SVP Brütten Fehr ein, im Rahmen eines von der SVP Brütten organisierten öffentlichen Anlasses, von seiner Tätigkeit zu erzählen.
Eindrückliche Ereignisse
Fehr eröffnete sein Referat mit einigen Ereignissen der vergangenen Jahre, welche ihm besonders in Erinnerung geblieben sind. Beispielsweise habe der Beginn des Krieges in der Ukraine bei ihm einen prägenden Eindruck hinterlassen. Fehr erzählte, dass er zu diesem Zeitpunkt in den Ferien weilte, als er informiert wurde, dass bald zahlreiche Flüchtlinge aus der Ukraine nach Zürich kommen würden. Daraufhin musste er dafür sorgen, dass innerhalb von 24 Stunden eine entsprechende Infrastruktur für die eintreffenden Flüchtlinge organisiert wurde.
Soziale Sicherheit
Im Verlauf seines Referats ging der Zürcher Sicherheitsdirektor insbesondere auf die soziale, öffentliche und militärische Sicherheit ein: Hinsichtlich der sozialen Sicherheit sieht sich Fehr bei der Alterspolitik sowie im Asyl- und Flüchtlingsbereich besonders gefordert. Positive Anpassungen seien bei Personen mit Schutzstatus S vorgesehen: Ab März 2027 werde der Kanton selbst entscheiden können, welche Unterstützungsleistungen Schutzbedürftige erhalten sollen. Ziel sei es, dass Ukrainerinnen und Ukrainer, die arbeiten, nicht straffällig geworden sind und seit fünf Jahren in der Schweiz leben, ein Härtefallgesuch stellen können, um eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Damit solle der Anreiz zur Integration erhalten bleiben.
Öffentliche und militärische Sicherheit
Fehr thematisierte auch, dass er grossen Wert auf die Sicherheit der kantonalen Einsatzkräfte lege: «Es ist mir wichtig, dass die Polizistinnen und Polizisten bei ihren Einsätzen bestmöglich geschützt sind.» Um dies zu gewährleisten, würden ihnen die nötige Schutzkleidung sowie die entsprechenden Einsatzmittel zur Verfügung gestellt. Auch bezüglich der militärischen Sicherheit betonte Fehr, dass auch die Armee gut ausgerüstet sein müsse.
Wirkungsvolle Zusammenarbeit
Als entscheidende Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Sicherheitsorgane nannte Fehr das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheitsorgane. Bei seiner Arbeit verspüre er einen starken Rückhalt aus der Politik. Dies zeige sich unter anderem im revidierten Zürcher Polizeigesetz, das eine Erweiterung der polizeilichen Befugnisse ermöglicht. Erfreulich entwickle sich zudem die Situation im Bezug auf die Kriminalität im Kanton Zürich: Im vergangenen Jahr sei die Zahl der polizeilich bekannten Straftaten um fünf Prozent zurückgegangen; insbesondere die Zahl der Einbruchdiebstähle habe deutlich abgenommen, so Fehr.
Gemeinsamer Ausklang
Um den Anlass abzurunden, folgte im Anschluss an das rund 45-minütige Referat eine Fragerunde – und anschliessend hatten die Gäste die Möglichkeit, sich auf dem Gemeindeplatz zu verpflegen und sich auszutauschen. Der Anlass stiess auf reges Interesse; über 70 Personen besuchten das Referat von Fehr, darunter auch Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Behörden.



