Sport

FC Bassersdorf vor dem Saisonstart nach Abstieg

Am Wochenende beginnt die neue Saison für den FC Bassersdorf. Nach dem Abstieg befindet sich die erste Mannschaft in einem Umbruch. Ein neues Trainerduo, ein neuer Sportchef und viele junge Spieler sollen den Erfolg zurückbringen.

Sportchef Sebastian Metken neben den beiden Trainern Kevin Bär und Nicolas Lombardi sowie Präsident Felix Pfister (v.l.). (ph)

Ein grosses Vorbild hat Nicola Lombardi: «Mein Vorbild ist Italiens EM-Trainer Roberto Mancini». Der 59-Jährige hat mit seinen Bassersdorfer Fussballern ähnliche Pläne, wie es die italienische Nationalmannschaft erlebt hat. Vor drei Jahren übernahm der Welttrainer Roberto Mancini eine verunsicherte Mannschaft und startete einen Neuanfang, der diesen Sommer mit dem Europameistertitel seinen vorläufigen Höhepunkt hatte. Nicht genau gleich, aber doch mit gewisser Ähnlichkeit, möchte Nicola Lombardi in Bassersdorf ein ebenso ambitioniertes Ziel vollbringen. In der bxa trainieren derzeit Spieler mit Durchschnittsalter 22, die sich zu einem neuen, stabilen Team entwickeln möchten.

Verlorene Identifikation
Vor zwei Monaten musste sich der FCB aus der 2. Liga interregional verabschieden. Der Ligaerhalt war greifbar, doch die Bassersdorfer erzielten ein Tor zu wenig im entscheidenden Spiel gegen den FC Uzwil. Es war sogleich das letzte Spiel von Trainer Gianni Lavigna, der den Verein auf eigenen Wunsch verlassen wollte. Lavigna war ein Erfolgstrainer, der das Team in seiner ersten Saison gleich zum Aufstieg führte. «Er ist einer der besten Trainer der Vereinsgeschichte», meinte Präsident Felix Pfister im Frühling. Lavigna habe mit allen Mitteln Erfolg gewollt, setzte dabei aber zu wenig auf den eigenen Nachwuchs. «Die Identifikation im Dorf ist verloren gegangen», blickt der FCB-Präsident zurück.

Nachwuchs integrieren
«Ich spüre eine aussergewöhnliche Motivation bei den Spielern. Sie sind in jedem Training mit vollem Herzen dabei und haben grossen Spass an unserem Projekt», meint der neue Trainer. Nicola Lombardi war 28 Jahre im Kanton Aargau als Trainer engagiert und kannte Bassersdorf nur vom Schweizer Cup. Assistiert wird er vom fast halb so jungen Kevin Bär, der ebenfalls kaum Berührungspunkte mit dem FCB in der Vergangenheit hatte. «Wir können uns schon jetzt gut mit Bassersdorf und der Region identifizieren und werden immer mehr zu Bassersdorfern», erklären beide Trainer.

Neben den Trainern ist mit Sebastian Metken auch ein neuer Sportchef im Amt. Ziel sei es, einen weiteren Abstieg zu verhindern und sich im Mittelfeld einen Platz zu ergattern. «Wir brauchen nun Ruhe und Stabilität, um unseren Nachwuchs in unsere erste Mannschaft integrieren zu können», sagt Metken.

Mädchen fördern
Die Aufbruchstimmung freut auch Präsident Felix Pfister, der den Verein auch in anderen Bereichen vorwärtsbringen möchte. So fördert der FC Bassersdorf seine jüngsten Mitglieder, welche in der Fussballschule schon mit fünf Jahren beginnen können. Ebenso ist mindestens ein Team im Mädchenfussball geplant, für welches bereits eine Kick-Off-Sitzung mit rund 25 Interessentinnen stattgefunden hat. «Wir sind dieses Thema in den letzten Jahren zu wenig aktiv angegangen und müssen nun gegenüber anderen Sportarten und Vereinen aufholen», erklärt Pfister.

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