Werbung
Werbung
Brütten

Gestaltungsplan liegt öffentlich auf

Nach nur sechs Monaten seit dem Entscheid des Baurekursgerichtes, die Rekurse zum Zentrumsbau gutzuheissen, legt die Gemeinde nun einen privaten Gestaltungsplan auf.

Bereits 2014 war der Startpunkt für die Zentrumsüberbauung in Brütten und zieht sich immer noch hin. (sg)

Von Sommerpause keine Spur – die Gemeinde macht Dampf und hat kürzlich ihren privaten Gestaltungsplan für die Zentrumsüberbauung bereits öffentlich aufgelegt und dem Kanton zur Vorprüfung vorgelegt. Eines ist klar: der Gestaltungsplan folgt dem bereits erarbeiteten Projekt der Genossenschaft und schärft überall dort, wo Parameter zu schwammig waren oder Auslegungen möglich wären.

Bausekretär Daniel Spiess ordnet das Gestaltungsplanverfahren ein: «Das Zentrumsprojekt besteht immer noch aus vier Etappen: die erste war der Bau der Alterswohnungen, die zweite ist die Zentrumsüberbauung mit der Tiefgarage, die wir jetzt im privaten Gestaltungsplan noch detaillierter ausführen. Die dritte Etappe ist die Freiraumgestaltung Allmend und die vierte wird die Gestaltung der Brüelgasse.» Ein Grund, dass die Gemeinde sich mit der Gestaltungsplan-Erarbeitung sputet, ist die gültige Baubewilligung für die Tiefgarage. Das Baurekursgericht wies die Rekurse dazu im März dieses Jahres ab. Innert drei Jahren nach Erhalt der Baubewilligung muss mit der Baute begonnen werden. Diesen Termin wolle man nicht verstreichen lassen.

Enges Korsett festgelegt

Im vorgelegten Gestaltungsplan wurden einige Parameter wie beispielsweise die Maximal-Höhen (in m.ü.M) oder anrechenbare Geschossflächen festgelegt und zementiert. Sie sind rechtlich verbindlich und können nicht nachträglich abgeändert werden. Daniel Spiess führt aus: «Wir haben ein engeres Korsett festgelegt als in der Bau- und Zonenordnung gefordert.» Ebenso sei die First-
richtung der Gebäude festgelegt worden und der bestehenden Bauten im Betrachtungsperimeter des Dreiecks Brüelgasse, Unterdorfstrasse und Dorfstrasse angepasst worden. Mit Belagswechseln werde die Strassenhierarchie unterstrichen.

Der Allmendraum soll in seiner zentralen Funktion als Dorfplatz gestärkt werden. Deshalb ist die Allmend auch als Freiraum im Gestaltungsplan definiert. Spiess dazu: «Zukünftig wird Bauen dort verboten sein und der Freiraum ist gesichert.» Die vorgelagerten Plätze sollen vielfältige Nutzungen ermöglichen, vom Boulespiel, Quartiertreff bis zum Marktplatz – für Spiel und Aufenthalt aller Altersklassen, so der Bericht.

Klarheit schaffen

Einem der grössten Kritikpunkte – der Brüelgasse und der Volg-Anlieferung –, hat der Gemeinderat mit einem Richtprojekt für den Strassenraum besonderes Augenmerk geschenkt. Die Anlieferungssituation wurde detailliert überprüft. «Es sind acht Solofahrzeuge pro Woche», führt Spiess aus. Zwei Lieferungen erfolgen in der Nacht und die restlichen zwischen 11 bis 18 Uhr. Die Solofahrzeuge wenden auf dem Werkhofgelände und fahren vorwärts in die Brüelgasse. Mit der Neugestaltung soll ein ortsangepasster Strassenraum entstehen, der durch gestalterische Massnahmen, räumliche Gliederung und gezielte Elementen verkehrsberuhigt wird und für genügend Sicherheit auch kleinerer Strassenteilnehmer sorgt. Der Vorschlag schaffe zudem die Möglichkeit, eine Langsamfahrzone zu signalisieren. Eine entsprechende Umsetzung sei vom Gemeinderat vorgesehen.

Sämtliche Pläne und Berichte liegen bis 1. Dezember öffentlich auf.

Infoveranstaltung

31. Oktober, 9.30 Uhr
Mehrzweckhalle Chapf

Diesen Artikel können Sie liken!