Brütten

Gewerbegebiet Chätzler in der Vernehmlassung

Ein Teil der Hausaufgaben für das geplante Gewerbegebiet Chätzler sind bereits gelöst oder in Bearbeitung. Zurzeit läuft die Vernehmlassung anhand der öffentlichen Auflage und der kantonalen Vorprüfung.

Das Chätzler Gebiet in der Gemeinde Brütten. (sg)

Das Gebiet Chätzler beschäftigt die Gemeinde seit vielen Jahren. Mittlerweile sind einige der Auflagen des kantonalen Amtes für Raumentwicklung für ein Gewerbegebiet erfüllt: Das ursprünglich in der Landwirtschaftszone gelegene Gebiet wurde eingezont, die von der GVZ geforderte Druckerhöhungsanlage ist in Bearbeitung, gewerbliche Interessenten sind vorhanden, ein Richtprojekt wurde erarbeitet und nun liegt ein Gestaltungsplanentwurf beim Kanton zur Vorprüfung und in der öffentlichen Auflage. Die Bevölkerung kann sich 60 Tage lang, vom 22. Mai an gerechnet, dazu äussern.

Richtprojekt aus qualifiziertem Variantenstudium

Das vorliegende Richtprojekt, welches im qualifizierten Variantenstudium von einem Planungsteam, begleitet durch die Gemeinde, Eigentümer, Experten, gewerbliche Interessenten und Raumplaner erarbeitet wurde, wie auch der Gestaltungsplan sind detailliert und zeigen bereits einige Eckpunkte: drei Baukomplexe, ein Hofbereich, Photovoltaik auf den Dächern und Bäume als Saum zum Landwirtschaftsland. «Je detaillierter wir diese beiden Dokumente ausbilden, desto eher können sich die Stimmbürger ein Bild davon machen und niemand kauft die Katz im Sack», sagt Gemeindepräsident Fritz Stähli dazu.

«Wir sind vom Projekt überzeugt und haben während des Variantenstudiums die wichtigsten Klippen ausdiskutiert.»

Gemeinderat Brütten

Dynamischer Wechsel der Interessenten

Einige Änderungen haben sich mittlerweile ergeben: so sind anstelle des verstorbenen Eigentümers Harry Menzi seine Nachkommen als Grundeigentümer nachgerückt. «Wir haben ein gutes Einvernehmen, was für ein Projekt dieser Grösse wichtig ist», sagt Stähli. Auch bei den interessierten Gewerbetreibenden ändert sich die Lage immer mal wieder. «Es ist ein dynamischer Prozess», erklärt Stähli. «Mehrheitlich sind es Gewerbetreibende aus Brütten oder Personen, die einen Bezug zu Brütten haben, die anfragen.» Einige hätten sich über die Zeit hinweg vom Projekt verabschiedet, neue kämen hinzu – es sei dynamisch. Damit drei einheitliche Baukörper platziert werden können, müsse man allenfalls auch einen Landabtausch in Betracht ziehen. Der eine Teil im Besitz der Familie Menzi sei zu knapp, das habe sich im Variantenstudium herauskristallisiert.

Jetzt sind das Planungsteam und der Gemeinderat gespannt, welche Rückmeldungen in den 60 Tagen der Auflage eintreffen werden. «Wir sind vom Projekt überzeugt und haben während des Variantenstudiums die wichtigsten Klippen ausdiskutiert.» Geplant wäre eine ausserordentliche Gemeindeversammlung im November dieses Jahres. Ob dieser Zeithorizont eingehalten werden kann, ist auch von einer zeitnahen Rückmeldung des Kantons abhängig.

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