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Spannende Einblicke in die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz

Im Rahmen ihres Themenjahres zur Digitalisierung lud die Projektgruppe «Gemeinsam bis ins Hohe Alter» (GeHA) zu einem informativen Nachmittag ins Franziskuszentrum ein. Der Anlass «KI im Alltag» wurde von Pro Senectute Kanton Zürich organisiert.

Symbolbild, KI-generiert. Wenige Angaben führen zu kreativen Resultaten.

Zusätzliche Stühle waren nötig, so gross war das Interesse am Thema «KI im Alltag». Roger Oesch zeigte sich in seiner Begrüssung erfreut über den grossen Andrang. Nach einleitenden Worten von Claudia Frey von Pro Senectute übernahm Referent Ralph Landolt das Wort. Mit Fachwissen, Humor und anschaulichen Beispielen führte er die Anwesenden durch die faszinierende Welt der «Künstlichen Intelligenz.»

Was ist KI überhaupt?

Um es vorwegzunehmen: dieser Bericht wurde mit viel menschlichem Hirnschmalz verfasst.
«Die Resultate moderner KI-Systeme werden immer überzeugender und sind heute oft kaum noch von menschlicher Arbeit zu unterscheiden», erklärt Landolt. Doch was ist KI? Dies sei nicht so einfach zu beantworten, meinte Landolt. Bereits der Begriff «Intelligenz» könne nicht eindeutig definiert werden. Eigentlich erledige eine KI Aufgaben, die bisher menschliche Fähigkeiten voraussetzten. Sie kann Texte schreiben, Bilder erstellen, übersetzen, Zusammenfassungen liefern oder Fragen beantworten.

Rund die Hälfte der Anwesenden hatte das Programm ChatGPT bereits einmal ausprobiert. Landolt zeigte Beispiele, wie einfach sich Texte erstellen lassen. Die Beispiele sorgten für Staunen und Schmunzeln im Publikum. Die Resultate waren erstaunlich kreativ und hatten die gestellten Anforderungen präzise erfüllt.

Werkzeug statt Bewusstsein

Landolt machte aber auch deutlich, dass KI nicht wirklich versteht, was sie schreibt. Die Antworten wirken intelligent, beruhen jedoch nicht auf eigenem Verständnis oder Bewusstsein. «Ist KI ein Werkzeug oder bereits ein eigenständiges Wesen?», so seine Frage. Es gibt drei Formen der KI: die heute verfügbaren Systeme gehören zur «schmalen KI». Sie löst einzelne Aufgaben besser als der Mensch, bleibt aber ein Werkzeug. Eine «allgemeine KI», die alles könne, was Menschen können, existiere bislang nicht. Noch weiter entfernt ist die Vorstellung einer «Superintelligenz», die den Menschen in allen Bereichen übertreffe.

Kurz gesagt – aktuelle KI-Systeme besitzen kein eigenes Bewusstsein. Sie verfolgen keine Absichten und entwickeln keinen eigenen Willen. Auch Falschinformationen oder manipulierte Inhalte entstehen nicht von selbst: verantwortlich sind immer Menschen, die diese Werkzeuge einsetzen.

«Der gesunde Menschenverstand darf nicht ausgeschaltet werden.»

Ralph Landolt

Kritisches Denken wichtig

Antworten von ChatGPT können falsch sein, obwohl sie überzeugend wirken. Deshalb sei kritisches Denken wichtiger denn je, betonte Landolt. Informationen sollten nicht ungeprüft übernommen werden. «Der gesunde Menschenverstand darf nicht ausgeschaltet werden».

Auch die Möglichkeiten der Bildbearbeitung wurden von Landolt angesprochen. Fotos lassen sich heute mit wenigen Klicks verändern, verschönern oder ergänzen. Personen können entfernt, Farben angepasst oder ganze Bildinhalte neu erzeugt werden. Dadurch entstehen faszinierende Möglichkeiten, aber auch neue Anforderungen im Umgang mit Wahrheit und Glaubwürdigkeit.

Die Teilnehmenden erhielten in den zwei Stunden sehr viele Informationen, gespickt mit anschaulichen Beispielen und Einblicken in die Funktionsweise von KI-Systemen.
Landolt erklärte verständlich, was im Hintergrund so alles abläuft, wie KI aufgebaut ist und warum sie sich ständig weiterentwickelt.

Der zugleich unterhaltsame Nachmittag zeigte eindrücklich, dass «Künstliche Intelligenz» ein mächtiges Werkzeug mit grossen Chancen ist – verantwortungsvoller Umgang, kritisches Denken und menschliche Verantwortung sind jedoch unverzichtbar.

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