Bassersdorf

Weiterer Gemeinderatskandidat aufgetaucht

In der Nachfrist zu den Wahlvorschlägen für die Behördenwahlen 2026 sind noch weitere Kandidatinnen und Kandidaten aufgetaucht und stellen sich zur Wahl. Vor allem in der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission stellen sich nun sieben Mitglieder zur Wahl, vor Wochenfrist waren es noch deren fünf.

Der bisherige Gemeindepräsident Christian Pfaller (li.) erhält bei den Behördenwahlen 2026 einen Konkurrenten um das Amt mit Sascha Balmer-Bühler. (zvg)

Den Bassersdorfer Stimmbürgern steht eine spannende Auswahl an Kandidierenden für die Behördenwahlen im März 2026 zur Verfügung. Neben dem Kampf ums Gemeindepräsidium mit Christian Pfaller (SVP) und dem Mitte-Politiker Sascha Balmer-Bühler, der von der RGPK in den Gemeinderat wechseln möchte, hat in der Nachfrist der parteiunabhängige 53-jährige Michael Walthard seinen Wahlvorschlag hinterlegt. Damit stehen nun zehn Kandidaten für die sieben Sitze im Gemeinderat zur Wahl. Neben fünf Bisherigen sind fünf neue Personen an einem Sitz interessiert. Auffällig auch, dass Richard Dunkel, der bisher als Parteiunabhängiger politisierte, sich nun in der Nachfrist noch der IG Basi zuwandte. Somit ist die Mehrzahl der Kandidierenden einer Partei zugehörig.

Wenige Millimeter bewirken viel

Sascha Balmer-Bühler ist ähnlich lang in der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) wie sein Gegenspieler Christian Pfaller in der Politik tätig ist. «Ich habe über die Jahre einen guten Einblick in die Geschäfte des Gemeinderates erhalten und traue mir zu, das Amt des Präsidenten zu bekleiden.» Auch wenn er sich die Arbeit als Ressortvorstand im Gemeinderat vorstellen kann, sieht er sich als Unternehmer strategisch ausgerichtet und möchte daher auch beim Präsidialamt ansetzen. «Wir geben grosse Summen aus in Bassersdorf und die Investitionsliste ist lang, obwohl auch noch Altlasten vorhanden sind. Hier erscheint mir wichtig, dies aus der Vogelperspektive zu betrachten und haushälterisch mit den Finanzen umzugehen.» Das vernetzte und übergreifende Denken habe er sich in den über zwanzig Jahren als Unternehmer aneignen können. Ihm liegen auch die jüngeren Wähler am Herzen: «Es kann nicht sein, dass die ältere Generation die Zukunft der Jüngeren bestimmt» und spricht auf die GV-Teilnahmen an. Christian Pfaller habe vieles gut gemacht und er schätze seine Arbeit. Aber es reizt ihn nun sehr, selbst als Präsident zu wirken. Aus seiner Erfahrung sei es so: «Manchmal reicht es, eine Schraube um Millimeter zu justieren, um schon viel zu bewirken.» Dies wolle er auch in der Gemeindepolitik anwenden.

Michael Walthard ist ein Ur-Bassersdorfer, wie er sagt. Seit rund vier Jahren sei er zurück in Bassersdorf und motiviert, in der Politik eine sinnvolle Aufgabe zu finden. «Ich traue es mir zu, die nötigen Fähigkeiten bringe ich mit», sagt er selbstbewusst. Er habe nicht viel in den Sand gesetzt in seinem Leben und baue Häuser, von denen auch noch keines zusammengefallen sei, sagt er scherzend. «Ich habe lange Leistungssport betrieben und bin daher ausdauernd und ehrgeizig genug, Neues zu lernen und mich in ein Themengebiet reinzubeissen» sagt der Gemeinderatskandidat.

Kurzentschlossene für Schulpflege

Für die Schulpflegebehörde sind in der Nachfrist gleich drei neue parteiunabhängige Kandidierende dazugekommen: Merita Bediji, Sercin Hitz und Jennifer Sulcis. Somit kein Durchwinken der bisherigen Mitglieder, sondern eine echte Wahl für die vier Mitglieder der Behörde. Bei den Wahlvorschlägen dominieren klar die Parteiunabhängigen Kandidatinnen.

RGPK erhält Zuwachs

Nachdem sich in der normalen Wahlvorschlagsfrist nur gerade fünf Mitglieder für die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) meldeten, sind in der Nachfrist noch zwei weitere Personen dazugekommen. Der bisher in der Behörde tätige Joel Winteler (Parteiunabhängig) hat sich anscheinend in der Nachfrist für eine nochmalige Legislatur entschieden, nachdem er auf der ursprünglichen Liste nicht aufgeführt war. Der SP-Vertreter Axel Luyten ist ebenfalls ein Neuzugang auf der Liste. Somit stehen hier sieben Mitglieder für die siebenköpfige RGPK zur Wahl. Christian Schmid (Parteiunabhängig) hat sich mittlerweile entschieden, für das Amt des Präsidenten der RGPK zu kandidieren.

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