Nürensdorf

Pläne zur Verkehrsberuhigung Hatzenbühlstrasse liegen öffentlich auf

Bis am 9. Mai kann die Bevölkerung die überarbeiteten Pläne zur Verkehrsberuhigung der Hatzenbühlstrasse einsehen und der Gemeinde ihre Einwendungen angeben.

Grosses Interesse am Projekt Verkehrsberuhigung Hatzenbühl. (zvg)

An einem Workshop im September 2025 mit rund 60 Personen machte der Gemeinderat die Pläne für die Verkehrsberuhigung der Hatzenbühlstrasse öffentlich und diskutierte Wünsche und Ideen mit den Interessierten. Seither wurden die Inputs mit dem beauftragten Ingenieurbüro näher beleuchtet und konkretisiert. Der Gemeinderat hat Ende März nun den neuen Plan abgenommen und legt ihn öffentlich auf.

Vergleicht man die Pläne des Workshops mit der Planauflage, sind einige der diskutierten Klippen nun korrigiert worden. So ist die Querung unterhalb des Hatzenbühlwegs nun direkt auf diese Kreuzung genommen worden und wird durch ein längliches Belagskissen, welches rot eingefärbt wird, deutlich markiert. Ebenso soll der bisherige Längsstreifen für Fussgänger links auf der bergauf führenden Seite mit Markierungen und Pollern von der Fahrbahn abgetrennt werden. «Die Wirkung des Radstreifens und dieser Fussgängerstreifen wird unterschätzt. Wir haben sie jetzt noch markanter gestaltet», erläutert Bauvorstand Daniel Neukomm.

Optische Kennzeichnung

Sämtliche Fahrbahnquerungen werden farblich markiert, wie dies am Workshop gewünscht wurde. Ein weiterer vieldiskutierter Bereich ist die Einfahrt der Möslistrasse in die Hatzenbühlstrasse. Die Verengung soll bei der Fahrbahn-Querung entfernt werden und stattdessen ein ebenfalls farblich markierter Fussgängerstreifen die Übersicht an dieser neuralgischen Stelle verbessern. Sicherheitsvorstand André Meier sagt dazu: «Wir haben versucht, möglichst in der Maximalvariante das Feedback einfliessen zu lassen aus dem Workshop.»
Alles war dennoch nicht möglich. So ist eine 30er-Zone weiterhin kein Thema: «Wenn wir die Strassenbreite baulich enger machen, sind wir zuversichtlich, dass der Einfluss auf die Geschwindigkeit nachhaltiger ist und wir die Situation in den Griff bekommen.» Abklärungen haben ergeben, dass die Idee eines Fahrverbots für den Schwerverkehr oder eine neue Bushaltestelle nicht möglich sind.

Messungen geben Klarheit

Die Gemeinde hat in den letzten Wochen Messungen gemacht und bei 9500 gemessenen Fahrzeugen festgestellt, dass 5,1 Prozent der Automobilisten schneller als 50 Stundenkilometer gefahren ist. «Dies zeigt uns, dass man mit geeigneten Massnahmen das Problem in den Griff kriegen sollte. Die neu gebauten zusätzlichen Parkplätze haben zudem das wilde Parkieren während Grossanlässen in der Turnhalle entschärft», erklärt André Meier. «Ebenso hat die Kontrolle des Parkordnungsdienstes gestartet. Falschparkierer werden gebüsst – das wirkt.»

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