Projekt «Sackgeldbörse» vermittelt Arbeit zwischen Jugend und Senioren
Das neue Projekt «Sackgeldbörse» soll den Dialog zwischen den Generationen fördern. Gesucht werden nun Anbieter, die kleine Jobs für Jugendliche haben.
Viele Jugendliche wünschen sich, mit kleinen Jobs zusätzliches Sackgeld verdienen zu können. Und viele ältere Menschen, aber auch Familien oder Betriebe, wären manchmal froh um eine Hilfeleistung im Alltag – rasch und unbürokratisch. Das Ende Mai lancierte Projekt «Sackgeldbörse» sieht nun vor, gleich beide Bedürfnisse zu erfüllen: Wer Hilfe bei einfachen Alltags-Arbeiten brauchen kann, registriert sich auf der Plattform bassersdorf.smalljobs.ch und bietet diese Jobs dort an. Jugendliche ab 13 Jahren, die ihr Sackgeld aufbessern möchten, bewerben sich über die Jugend-App für die Jobs.
Hinter dem Projekt steht die Jugendarbeit Bassersdorf, die Pfarrei St. Franziskus und die Jugendkommission. Die Jugendarbeiterin Irene Pace leitet das Projekt, unterstützt von Lukas Zuber von der Jugendarbeit der katholischen Kirchgemeinde. «Wir führen Gespräche und begleiten den Auftrag zwischen Anbietenden von Jobs und Jugendlichen. Damit ermöglichen wir eine gelingende Erfahrung für beide Parteien», erklärt Pace.
Jugendliche wollen arbeiten
Die Idee zur Sackgeldbörse entstand in der Jugendkommission. Als deren Mitglied Armon Däster sie vorschlug, begrüssten alle anderen Mitglieder den Vorstoss. «Es handelt sich um ein absolut bedarfsorientiertes Projekt», sagt Pace. «Bei den Jugendlichen besteht eine grosse Nachfrage nach solchen bezahlten Arbeitseinsätzen. Das stellen wir auch im Jugendhaus in Rahmen unseres JAM-Jobs Angebots fest.» Hierbei haben Jugendliche ab 13 Jahren die Möglichkeit, im Jugendhaus kleinere Alltagsarbeiten zu übernehmen wie Rasen mähen oder Küche reinigen und so ihr Sackgeld aufzubessern.
Im Unterschied dazu agiere das Projekt «Sackgeldbörse» ausserhalb des Jugendhauses und sei weit mehr als eine reine Jobvermittlung, betont sie: «Es ist auch eine grosse Chance zur Förderung des Generationendialogs: Denn wenn Jung und Alt positiv aufeinandertreffen, bauen sich Vorurteile und Berührungsängste ab.» Zudem unterstütze das Projekt Seniorinnen und Senioren in ihrem Wunsch, möglichst lange zuhause wohnen bleiben zu können.
Das Projekt läuft jetzt ein Jahr lang in einer Pilotphase. Nach einem Jahr wird entschieden, ob und in welcher Form es weitergeführt wird.

