Region

«Fair-in-Air» hat 5000 Unterschriften gesammelt

Ende Oktober ist die Referendumsfrist abgelaufen. Die Bürgerinitiative meldet, sie habe genügend Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Mit über 2000 Unterschriften mehr als benötigt wurden, hat die Bürgerinitiative «Fair in Air» das Volksreferendum ergriffen, wie sie auf ihrer Homepage vermelden. 5100 Unterschiften seien für ein Nein zum Pistenausbau gesammelt worden aus 134 der insgesamt 160 Gemeinden. Somit wurde zusätzlich zum Kantonsratsreferendum auch das Volksreferendum ergriffen, was bei den Verantwortlichen der Bürgerinitiative für Freude sorgte. «Das Zustandekommen des Volksreferendums zeigt ganz klar: viele, viele Menschen im Kanton Zürich wollen nicht noch mehr Lärm, noch mehr Schadstoffe und noch mehr Flüge am Zürcher Himmel», sagt Kantonsrat Urs Dietschi (Grüne) von «Fair in Air». Lobend erwähnt er neben den eigenen Sammelaktivitäten dijenige von Parteien und Unterstützenden, welche tatkräftig mitgeholfen hätten.

Abstimmungsunterlagen mit Nein-Argumenten

Ein wichtiger Treiber für das Zustandekommen des Referendums schreiben die Gegner der Tatsache zu, dass damit die Gründe für ein Nein zum Pistenausbau auch in den Abstimmungsunterlagen genannt würden. «Wenn die Stimmbevölkerung alle Fakten auf dem Tisch hat, wird es zu einem Nein kommen», ist Dietschi überzeugt. «Fair in Air» führt engagiert seit Januar ihre Abstimmungskampagne mit der Aussage, dass ein Pistenausbau unnötig und umweltschädlich sei. So lassen sie wissen, dass für die Nein-Stimmen ein Ausbau für 250 Millionen völlig unnötig sei. Zudem rechnen sie beim Ausbau mit mehr Lärm, mehr Schadstoffen und mehr Umweltbelastung. Der Flughafen Zürich sei hochfrequentiert und exzellent angebunden, so «Fair in Air», und doppelt nach, dass es ein Hohn sei, den Zürcherinnen und Zürchern einen noch grösseren, überdimensionierten Flughafen aufzudrücken.

Erstes Referendum bereits im Kantonsrat ergriffen

Die linken Parteien haben das Referendum bereits im Kantonsrat am 28. August kurz nach der Abstimmung ergriffen. Dieses kommt zustande, wenn es von 45 Kantonsrätinnen und Kantonsräten unterstützt wird. Die Vorlage zum Pistenausbau soll voraussichtlich im nächsten Jahr vors Volk kommen. Mit dem zweiten Referendum können die Gegner nun ihre Argumente direkt in die Abstimmungsunterlagen einfliessen lassen.

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