Rock, Motoren und viel Herz: «Ride Rock» in Brütten
Wenn am ersten Sonntag im Mai der Love Ride auf dem Flugplatz Dübendorf startet, liegt ein ganz besonderer Klang in der Luft: das Dröhnen der Motoren, vermischt mit Vorfreude und gelebter Solidarität. Auf ihrem Rundkurs durchs Zürcher Unterland kommen die Bikerinnen und Biker traditionell auch in Brütten vorbei – unter anderem auch im Weiler Eich. Dort wird der Durchzug jedes Jahr zu einem kleinen Volksfest am «Ride Rock».
Auf dem Hof von Peter und Marianne Hungerbühler hat sich der «Ride Rock» längst als fester Treffpunkt für Fans, Dorfbewohner und Töffbegeisterte etabliert. Was einst eher zufällig entstand, ist heute ein Anlass mit Kultcharakter – heuer bereits zum 16. Mal.
«Eigentlich wollten wir früher einfach weg sein an diesem Wochenende, weil uns der Töfflärm zu viel war», erzählt Initiant Peter Hungerbühler schmunzelnd. Doch aus der Flucht wurde eine Idee: Warum nicht den Love Ride feiern und den vorbeiziehenden Tross gleich selbst willkommen heissen? Gesagt, getan – und der «Ride Rock» war geboren.
Rockbands sorgen für Stimmung
Was damals klein begann, ist heute ein stimmungsvolles Openair geworden. Neu findet das Ganze in und rund um die frisch gebaute Scheune statt, wo auf der Bühne ordentlich eingeheizt wird. Mit dabei sind die «Hausbands» Purple Lights – mit Sänger Hungerbühler persönlich am Mikrofon – sowie Rewind, einer Band des Vereinsmitglieds Christian Frei. Für zusätzliche Energie sorgt jeweils eine Gastband: Dieses Jahr rockte die AC/DC-Coverband «No Class» die Bühne.
Bauernbrunch und Blasmusik
Der Tag startet gemütlich mit einem reichhaltigen Brunch, begleitet von der Dorfmusik Bachenbülach, die für die passende sonntägliche Atmosphäre sorgt. Später duftet es nach Grilladen, Gespräche werden lauter, und die Spannung steigt.
Gegen Mittag ist es dann so weit: Die ersten Bikes und Trikes rollen durch Eich. Jubel brandet auf, als der Tross vorbeizieht. Viele Besucherinnen und Besucher haben ihre Festbänke kurzerhand bis an den Strassenrand getragen, um das Spektakel aus nächster Nähe mitzuerleben. Für einen Moment verschmelzen Rockmusik, Motorensound und Dorfleben zu einer einzigartigen Kulisse.
Rund 1000 Gäste zählt der Anlass jeweils. Doch sie kommen nicht nur wegen der guten Stimmung. Denn der «Ride Rock» hat auch eine soziale Seite: Ein Teil der Einnahmen fliesst als Spende zurück an den Love Ride und unterstützt damit Menschen mit Behinderungen.

