Glühwein und Königskuchen zum Jahresanfang
Bei klirrender Kälte trafen sich am Dienstagabend, 6. Januar, rund 40 Einwohnerinnen und Einwohner von Brütten zum traditionellen Neujahrsapéro der SVP Brütten auf dem Aussichtspunkt Buck. Bei Glühwein, heissem Punsch und Dreikönigskuchen stiessen sie gemeinsam auf das neue Jahr an.
Das Thermometer zeigte minus sechs Grad, doch die frostigen Temperaturen konnten die eingefleischten Brüttenerinnen und Brüttener nicht davon abhalten, den Weg auf den Buck auf sich zu nehmen. Belohnt wurden sie nicht nur mit warmen Getränken und dem traditionellen Dreikönigs-Gebäck, sondern auch mit einem inhaltlich spannenden Referat. Als Gastredner war in diesem Jahr Robert Hinnen, Bezirksratspräsident und Statthalter von Winterthur, vom Vorstand der SVP eingeladen worden. Die Stimmung war herzlich und der Apéro bot Gelegenheit für persönliche Gespräche und den Austausch über das Dorfleben.
Gedenken an tragisches Ereignis
In seiner Begrüssung schlug Jürg Stahl, Präsident der SVP-Ortssektion Brütten auch einen nachdenklichen Ton an. Er erinnerte an die tragische Brandkatastrophe von Crans Montana, bei der zahlreiche junge Menschen ums Leben gekommen waren. «Gerade in einem Moment wie diesem ist es wichtig, auch an die Angehörigen zu denken, die derzeit eine sehr schwere Zeit durchmachen», sagte Stahl. Das gemeinsame Innehalten sei ein Zeichen der Solidarität.
Einblick in Geschichte und Aufgaben des Statthalters
Anschliessend übergab Stahl das Wort an den diesjährigen Gastredner. In einem kurzen historischen Exkurs zeigte Robert Hinnen auf, wie es zur Entstehung des Statthalters und der Bezirksbehörden kam. Die Ursprünge reichen bis ins Jahr 1798 und damit in die Zeit der Französischen Revolution und Napoleons zurück.
Der Statthalter, bewusst mit doppeltem t geschrieben, sei damals wie heute Bindeglied und Vermittler zwischen der ländlichen Bevölkerung und der Zürcher Kantonsregierung. Heute seien diese Aufgaben auf zwei Ämter verteilt: das Statthalteramt und der Bezirksrat.
Föderalismus und Mitwirkung im Fokus
Während sich das Statthalteramt unter anderem mit dem Bussenwesen befasse, sei der Bezirksrat in vielen Bereichen tätig und unter anderem Aufsichtsbehörde der Gemeinden. Dieses System sei eng mit dem schweizerischen Föderalismus verknüpft. Es gebe nicht ein einzelner Präsident mit einem zentralen Amt, sondern die Macht sei gut verteilt in der ganzen Schweiz und dies sorge für politische Stabilität, massgeschneiderte Lösungen und schütze auch vor Machtmissbrauch, so Hinnen.
Ein besonderes Gewicht legte der Statthalter in seiner Rede auch auf die Mitwirkungsrechte der Bevölkerung in der direkten Demokratie. Das Initiativ- und Referendumsrecht beispielsweise sei in dieser Form einzigartig. Es funktioniere jedoch nur, wenn sich die Menschen aktiv einbringen würden, Verantwortung übernähmen und bereit seien, sich wählen zu lassen oder ihre Stimme abzugeben. Damit verwies er auch auf die kommenden Gemeinde-Erneuerungswahlen als wichtige Gelegenheit zur politischen Mitgestaltung auf lokaler Ebene.
Dank an Unterstützerinnen und Unterstützer
Zum Abschluss richtete SVP-Präsident Jürg Stahl nochmals das Wort an die Anwesenden. Er dankte dem Referenten, seinen Parteikolleginnen und Parteikollegen für ihr Engagement sowie den weiteren Unterstützern des Abends. Ein besonderer Dank ging an Urs Knecht für die Spende der Finnenkerzen, dessen Feuer den Aussichtspunkt erhellten und an die Bäckerei Bosshart für den leckeren Dreikönigskuchen.



