Nürensdorf

Musikschulzentrum festlich eingeweiht

Ende Januar weihte die Schule Nürensdorf gemeinsam mit der Jugendmusikschule die neuen Musikzimmer sowie der Mittagstisch im Schulhaus Sunnerain ein.

Im Eingangsbereich der Musikschulzimmer prangt ein grosses Graffito. (sg)
Bereits hat Klavierlehrerin Wei-Wen Lin die Akustik des neuen Klavierraumes im Schulhaus Sunnerain ausgereizt. (sg)
Auch Schulpflegemitglied Pascal Spicher, Finanzvorsteher Hannes Schärer und Schulpflegepräsident Gerry Romanescu versuchen sich an den Musikinstrumenten. (sg)
Die Klasse 5A vom Schulhaus Ebnet erarbeitete für die kahlen Wände Bilder passend zum Thema Musik. (sg)
Querflötenlehrerin Andrea Herzog übt im neuen Musikzimmer mit ihrer Schülerin. (sg)

Am 31. Januar liessen es sich rund 300 Besucher nicht nehmen, die neuen Musikschulräumlichkeiten und den Mittagstischraum im Schulhaus Sunnerain zu besichtigen. Neben einer Schlüsselübergabe musizierten die jugendlichen Musikkünstler in mehreren Konzerten vor der gut gefüllten Aula im Eingangsbereich. Für den Hunger verteilte die Elternmitwirkung Kaffee und Kuchen und weit über 200 Portionen «G’hackets und Hörnli mit Öpfelmues» wurden bis zum Ende der Veranstaltung verspiesen.

In seiner Eröffnungsrede lobte Gemeindepräsident Christof Bösel die präzise Planung aller Beteiligten und die ständige Koordination, so dass nur gut ein Jahr nach dem Beschluss an der Gemeindeversammlung die Arbeiten schneller als geplant abgeschlossen werden konnten.

«Es soll kindgerecht sein und nicht aussehen wie eine Wohnung»

Gerry Romanescu, Schulpflegepräsident Nürensdorf

Bilder sprechen lassen

Auffällig ist das Graffito im Eingangsbereich der Musikschulzimmer: tanzende Noten und grosse Notenschlüssel weisen bereits darauf hin, was in den Räumen der ehemaligen Hauswartwohnung nun für eine Nutzung Platz findet. Auf den Türen prangen verschiedene Musikinstrumente und zeigen den Musikschülerinnen und -schülern den Weg ins richtige Zimmer für ihre Musikstunde. Ebenfalls hat die Klasse 5A aus dem Schulhaus Ebnet weitere Bilder für die weissen Wände gestaltet. «Es soll kindgerecht sein und nicht aussehen wie eine Wohnung», erklärt Schulpflegepräsident Gerry Romanescu.

Bereits am ersten Tag kurz vor der Eröffnung musizierten Lehrpersonen der Jugendmusikschule mit ihren Schülerinnen und Schülern. Sie zeigten sich angetan von der Akustik der Räume. «Wir haben ein Maximum herausgeholt», ist Pascal Spicher von der Schulpflege mit Ressort Liegenschaften überzeugt. Die Wände sind aus Doppelschalenmauerwerk, grosse Akustikpanels sind davorgehängt und die Wände sind minim schräg gebaut, so dass in jedem Raum unbekümmert musiziert werden kann.

Statt Luft ein Lift

Die beim Umbau geforderte Behindertengleichstellung stellte den Bauausschuss zuerst vor Probleme. Im bereits bestehenden Teil der Baute konnte anstelle des Treppenhauses mit viel luftleerem Raum ein Lift eingesetzt werden. Diese Kosten gehen zu Lasten der normalen Investitionsrechnung und hätte bei der Sanierung sowieso ausgeführt werden sollen, erklärt Schärer. Neben dem Zeitfaktor kann das Trio auch auf das Einhalten des finanziellen Rahmens zurückblicken. Pascal Spicher dazu: «Die Bauleitung war gut orchestriert und hat zeitnah auf bauliche Fragen eingehen können. Wir liegen gut im Kostenrahmen drin und konnten die Entflechtung des Schulbetriebs zu den Bauarbeiten jederzeit gut einhalten. Hier gebührt den Handwerkern ein Lob, die grosse Anlieferung auf unterrichtsfreie Stunden legten.»

Aus der Not dem grossen Sanierungskonzept vorgezogen

Die Bevölkerung hat im November 2024 an einer Gemeindeversammlung den Umbau der Hauswartwohnung zur Musikschule sowie die Aufstockung des Schul-Pavillons für den Mittagstisch bewilligt. Bereits seit Ende August 2025 können die Kinder den Mittagstisch im aufgestockten Pavillon nutzen. Der Pavillon bietet auf rund 100 Quadratmetern Platz für 80 bis 100 Kinder.

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