Bassersdorf

«Ukraine war präsent, aber Wunsch nach Feiern war grösser»

Vor der diesjährigen «Fasnacht Light» freute sich der Fakoba-Obernarr Rolf Zemp darauf, die Veranstaltung nach zwei Jahren wieder aufleben zu lassen. Jetzt zieht er Bilanz.

Fakoba Obernarr Rolf Zemp läutet die Fasnacht 2022 offiziell ein. (rh)

Rolf Zemp, die Fasnacht ist vorbei: Wie haben Sie sie erlebt?

Überaus positiv! Es zeigte sich wirklich, dass die Leute Freude haben, dass wieder etwas los ist und eine solche Veranstaltung stattfinden kann. Entsprechend hat sich die Stimmung als sehr friedlich erwiesen. Es gab keine «Lämpen».

Welches Fazit ziehen Sie zum Konzept der «Fasnacht light»?

Der Vorverkauf für den Eintritt zum Maskenball hat sich extrem bewährt. Das FaKoba hatte dadurch eine Art Kontrolle, sodass wir nicht von Leuten überrannt wurden. Solche, die kein Billett besassen, hielten sich daran und kamen nicht. Im Vorfeld hatten wir deswegen Bedenken.

Welche Herausforderungen gab es?

Die Umsetzung mit den Zelten auf dem roten Platz vor der Mösli-Turnhalle war eine Premiere – etwas Neues ist immer eine Herausforderung. Nichtsdestotrotz hat es erstaunlich gut funktioniert.

Am «Schmutzige Dunschtig» in der Frühe griff Russland die Ukraine an. Seither polarisiert der Krieg. Wie schwer war es, in dieser Situation trotzdem zu feiern?

Natürlich war das Thema präsent. Der Wunsch zum ausgelassen Feiern nach dieser langen Zeit ohne Fasnacht war allerdings grösser. Zum einen haben sich die Besucherinnen und Besucher gefreut, zum anderen aber auch unser Team, das alles schon aufgestellt hatte. Vielleicht hätte sich die Situation aber anders gestaltet, wenn das Ganze schon vor zwei Wochen begonnen hätte. Einige haben vielleicht zu Beginn noch gar nichts davon mitbekommen.

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