Viel Optimismus für zweiten Wahlgang
Für den zweiten Wahlgang vom 14. Juni haben sich vier Kandidierende in Stellung gebracht.
Die neue Schulpflegebehörde ist noch nicht ganz komplett. Am 8. März wurden vier Mitglieder gewählt, darunter Reto Baumgartner (SVP) als Präsident. Parteikollegin Iris Kühn, welche das vierte SVP-Mitglied in der Behörde wäre, verpasste das absolute Mehr, holte jedoch 27 Stimmen respektive 62 Stimmen mehr als die folgenden parteiunabhängigen Kandidierenden Thomas Sigrist (bisher in der Behörde) und Claudia Zimmermann, welche neu kandidiert. Brigitte Meier (parteiunabhängig) liegt mit 225 Stimmen deutlicher hinter Kühn. Jetzt werden die Karten jedoch neu gemischt für den 14. Juni, an dem es wieder bei Null anfängt.
Keine Faust im Sack
Iris Kühns Motivation ist ungebrochen: «Ich möchte eine Veränderung bewirken und neuen Wind in die Behörde bringen«, sagt sie. «Die Faust im Sack zu machen ist nicht das richtige, daher möchte ich selbst mit anpacken.» Iris Kühn möchte dem Volk den Entscheid nicht abnehmen, ob eine fast ausschliesslich aus SVP-Mitgliedern bestehende Behörde richtig ist: «Für mich zählt meine Person und Motivation, nicht nur die Parteizugehörigkeit.»
Erfahrungen teilen
Thomas Sigrist ist der Einzige, der bereits Behördenerfahrung mitbringt. Seine Motivation ist, das ganze Wissen aus den vergangenen Jahren miteinzubringen. «Mir geht es um eine gut funktionierende Schule. Es sind zu viele Informationen und vertrauensvolle Beziehungen, die bei einem vollständigen Wechsel der Behörde verloren gehen und dadurch das ganze Schulsystem für längere Zeit lähmt und vermeidbare Kosten verursacht. Ich will unterstützen, dass dies möglichst nicht passiert.»
Verschiedene Berufskenntnisse
Claudia Zimmermann möchte ihre langjährige Erfahrung und ihr Wissen im Schul- und Bildungssystems einbringen. «Es braucht eine gute Durchmischung verschiedener Berufskenntnisse in einer Behörde. Der Blickwinkel als Eltern, als Lehrerin oder als Manager ist verschieden und jeder hat eine andere Perspektive auf die Thematik oder argumentiert verschieden. Diese Vielfältigkeit in einer Behörde trägt zur Qualität der Schule bei.»
Schule ist wie ein Mobile
Ebenso sieht es Brigitte Meier. Auch sie bringt Erfahrung im Bildungswesen mit und ist ausgebildete Schulverwaltungsleiterin. «Die Behörde stellt sich neu auf und daher ist eine gute Durchmischung der Kompetenzen wichtig. Also sowohl die Perspektive der Eltern als auch die fachliche Expertise aus dem Bildungssystem zu vereinen.» Es sei wie bei einem Mobile: «Ein Mobile ist im Lot, wenn alle Beteiligten einer Schule gemeinsam in eine Richtung arbeiten.» Wichtig sei jetzt, Stabilität und Ruhe in die Schule zu bringen – vor dieser Aufgabe habe sie den nötigen Respekt, jedoch ebenso grosse Lust dazu.

