Bassersdorf

Weihnachtsbeleuchtung bleibt eingemottet

Sie waren der Bassersdorfer Bevölkerung schon immer ein Dorn im Auge: Die Sternzylinder, welche jeweils im Dezember die Strassen in weihnachtliche Stimmung versetzen sollten. Nun bleiben die umstrittenen Leuchten auch in diesem Jahr im Keller, doch nicht wegen der drohenden Strommangellage, wie im vergangenen Jahr.

Auch dieses Jahr bleiben die umstrittenen Sternzylinder im Keller. (rh)

Im Winter 2022/23 war die Einschränkung der Weihnachtsbeleuchtung eine der Massnahmen, um einer drohenden Strommangellage zu begegnen, wie der Gemeinderat in seinem jüngsten Beschluss schreibt. Auf die weihnächtliche Strassenbeleuchtung der „Sternzylinder“ wurde verzichtet, und stattdessen auf dem Zentrumskreisel und bei den Eingängen zu den Gemeindehäusern B und C Weihnachtsbäume platziert und teilweise beleuchtet.

Zylinder bleiben im Lagerraum

Dies soll, wie es im jüngsten Gemeinderatsbeschluss heisst, «gemäss Empfehlung der Abteilung Bau + Werke auch dieses Jahr so umgesetzt werden». Dieser Entscheid sei jedoch weniger aus Sicht des eingesparten Stroms gefällt worden, sondern vielmehr des grossen Aufwands wegen, der zur Instandstellung der Zylinder benötigt würde. Zudem habe es im letzten Winter aus der Bevölkerung kaum Hinweise des Bedauerns gegeben, dass die Strassenbeleuchtung fehle, so der Gemeinderat. Ob er damit auf die anhaltende Kritik an der eher unemotionalen Bassersdorfer Weihnachtsbeleuchtung reagiert, welche jedes Jahr auch in den sozialen Medien leidenschaftlich diskutiert wird, bleibt offen.

Neu soll auch geprüft werden, ob in Baltenswil ebenfalls ein beleuchteter Baum seitens Gemeinde gestellt werden könne. Im Strassenraum sei dies zwar nicht möglich, zu prüfen sei jedoch ein gut einsehbarer Standort zum Beispiel beim Alten Schulhaus, wie es weiter heisst.

Geringes Risiko einer Strommangellage

Bezüglich einer drohenden Strommangellage in den kommenden Herbst- und Wintermonaten gibt der Gemeinderat in seinem jüngsten Beschluss Entwarnung.

Der Bund mit der Organisation für Stromversorgung in ausserordentlichen Lagen „Ostral“, der Kanton Zürich und die Stromversorger erachteten das Risiko einer Strommangellage im Winterhalbjahr 2023/2024 als deutlich geringer als noch im letzten Winter. Die Stauseen seien gut gefüllt, die Kernkraftwerke in Frankreich grösstenteils wieder in Betrieb und auch Stromeinsparungen seien teilweise erreicht worden, schreibt der Gemeinderat weiter.

Derzeit keine speziellen Massnahmen

Somit drängten sich auch auf kommunaler Stufe derzeit keine Massnahmen auf, die über das laufende Stromsparen und die Appelle dazu hinausgingen. Dem Gemeinderat seien jedoch Entscheide vorzulegen, sobald eine Mangellage erkennbar werde. Zudem erwarte er bis Ende 2023 eine Auswertung über den Stromverbrauch 2023 im Vergleich zu den Vorjahren, mit Nachweis der erzielten Einsparungen aufgrund der letztjährigen Massnahmen, so der Gemeinderat.

Der Wortlaut des Gemeinderatsbeschlusses kann hier nachgelesen werden.

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