Sport

Wenn Träume in Erfüllung gehen

Lenis Just aus Bassersdorf reiste mit den «Swiss Eastern Selects» an das grösste weltweite Juniorenturnier in Kanada. Das Turnier bot dem jungen Eishockeytalent weit mehr als nur eine grosse Bühne.

Gemeinsames Foto nach einem Spiel. (zvg)
Lenis Just auf dem Videowürfel im Stadion. (zvg)
Gut ausgerüstet gegen die Kälte Kanadas. (zvg)
Tolle Kulisse im Stadion. (zvg)
Die Swiss Eastern Selections vor einem Spiel. (zvg)

Tausende Zuschauer, knisternde Atmosphäre, internationale Spitzen-Juniorenteams: Dieser Traum durfte sich Lenis Just aus Bassersdorf am «Quebec International Pee-Wee Hockey Tournament» erfüllen. Es gilt als das grösste Nachwuchsturnier im weltweiten Eishockey und bot bereits heutigen NHL-Starts einen Auftritt vor internationaler Bühne. In zahlreichen Selektionstrainings konnte sich Lenis im Vorfeld des Turniers durchsetzen und wurde damit Teil der «Swiss Eastern Selects», einer Auswahlmannschaft bestehenden aus Schweizer Eishockeytalenten von verschiedenen Vereinen.

«Ich habe mich auf die Zeit in Kanada sehr gefreut. Gleichzeitig war ich gespannt, wie stark unsere Gegner sein werden und wie wir auf internationaler Bühne zurechtkommen», blickt der 12-jährige Lenis zurück. «Wichtig war auch, dass wir uns als Team finden. Wir kommen aus der ganzen Schweiz und haben noch nicht als Team zusammengespielt. Dazu haben wir in Kanada viele Ausflüge gemacht wie ein Besuch im Snow-Park, oder die Besichtigung einer Ahorn-Sirup Farm. Wir haben unglaublich viel zusammen erlebt und allein schon das hat uns zusammengeschweisst», erzählt der Bassersdorfer Schüler.

Die Schweizer Junioren starteten auch auf dem Eis vielversprechend: Zur Vorbereitung absolvierten sie in Kanada fünf Vorbereitungsspiele. Nach allen fünf Spielen verliessen die Schweizer als Sieger das Eis. Beispielsweise bezwangen sie das Juniorenteam der NHL-Mannschaft «Nashville Predators» gleich mit 6:1. «Die Siege gaben uns ein super Gefühl, doch wir wollten bodenständig in das Turnier starten. Das erste Turnierspiel gegen ein Ukrainisches Team konnten wir mit 9:0 gewinnen», so Lenis Just. Das nächste Spiel gegen die «Rochester Coalition» gewannen die Schweizer Junioren knapp mit 4:3 – hätten sie verloren, wäre das Turnier für Lenis aufgrund des «K-O-Systems» bereits zu Ende gewesen.

«Die Siege gaben uns ein super Gefühl, doch wir wollten bodenständig in das Turnier starten.»

Lenis Just

Im Stile eines Hitchcocks konnten die Schweizer auch das Achtelfinale gewinnen. «Wir lagen eine Minute vor Schluss noch mit zwei Toren hinten und konnten es noch drehen», erinnert sich Lenis. «Leider verloren wir das Viertelfinale gegen ein starkes Kanadisches Team. Natürlich waren wir alle sehr enttäuscht. Doch schlussendlich können wir alle auf unsere Leistung sehr stolz sein». Stolz ist ebenfalls die Mutter von Lenis, Corinne Just: «Es war die Atmosphäre im Stadion, welche uns Eltern Hühnerhautmomente bescherte. Es war ein gigantisches Stadion mit einer Show wie wir es hier in der Schweiz nicht kennen. Dann ist es schon einmalig, seinen Sohn auf dem Eis zu sehen».

Lenis Just nimmt vom Turnier viel «Erfahrung, Freunde, Eindrücke und Erlebnisse» mit. Und seinen Traum, dass er sich eines Tages solche Kulissen gewohnt sein wird, lebt ebenfalls weiter: «Ich liebe das Eishockeyspielen und werde das grosse Ziel, Profi zu werden, weiterverfolgen».

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