Balmer gegen Pfaller
Mit den publizierten Wahlvorschlägen in Bassersdorf zeigt sich eine spannende Ausgangslage für die Behördenwahlen im März 2026.
Der bisherige Präsident Christian Pfaller (SVP) muss doch noch in den Ring steigen um das Präsidialamt im Gemeinderat Bassersdorf – Sascha-Balmer-Bühler (Die Mitte) kandidiert nun ebenfalls für das Amt des Gemeindepräsidenten. Mit den ersten publizierten Wahlvorschlägen zeigt sich nun für die Wahlen des Gemeinderates in Bassersdorf eine spannende Ausgangslage. Die FDP hat anfangs Jahr einen Sitz an den Parteiunabhängigen Tim Gelmi abgegeben. Selina Stampfli (SP) verlässt ihren Parteikollegen Adrian Hediger im Rat. Linda Maduz soll diesen Sitz verteidigen, die FDP möchte mit Alexandra Lukas den verlorengegangenen FDP-Sitz zurückerobern. Bisher waren die Parteiunabhängigen mit drei Personen im siebenköpfigen Rat gut vertreten. Christoph Isler wird nicht mehr antreten, Tim Gelmi und Richard Dunkel (beide parteiunabhängig) kandidieren erneut und bleiben somit die einzigen zwei. Die SVP möchte sich stärken und schickt Biagio Rizzo ins Rennen, der in der Ersatzwahl anfangs Jahr Tim Gelmi den Vortritt lassen musste. Dem Stimmvolk stehen somit verschiedenste Personen zur Wahl, die mit ihrer Parteizugehörigkeit auch Farbe bekennen für ihre politische Ausrichtung.
Erneut kandidieren:
- Richard Dunkel, parteiunabhängig
- Tim Gelmi, parteiunabhängig
- Adrian Hediger, SP
- Daniel Hofmann, FDP
- Christian Pfaller, SVP
Neu kandidieren:
- Sascha Balmer-Bühler, Die Mitte
- Alexandra Lukas, FDP
- Linda Maduz, SP
- Biagio Rizzo, SVP
Kampf um Präsidium
Mit Sascha Balmer-Bühler (Die Mitte) meldet eine weitere Partei ihre Ambitionen an. Das bisherige Mitglied der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission möchte anscheinend die Behörde wechseln. Neuling ist er somit nicht im Politalltag, dennoch tritt er gegen den bereits lange im Gemeinderat politisierenden Christian Pfaller (SVP) an, der vor vier Jahren als Gemeindepräsident gewählt wurde. Mit Balmer-Bühler steht ebenfalls ein Unternehmer zur Wahl. Christian Pfaller betont auf Anfrage, dass er grosse Freude am Gemeindepräsidentenamt habe und sehr gerne noch die Arbeit der letzten vier Jahre fortsetzen wolle und hofft, dass die geleistete Arbeit von den Stimmbürgern goutiert werde.
Erfreulich auch, dass unter den neu Kandidierenden zwei Frauen sind, welche Selina Stampfli als bisher einzige Frau in der letzten Legislatur beerben möchten.
Sieben für vier in der Schulpflege
Auch in der Schulpflege stehen den Bassersdorferinnen und Bassersdorfern eine grosse Auswahl zur Verfügung. Für die vier Sitze kandidieren sieben Personen. Neben den bisherigen Markus Adam (neu für die SP) und den parteiunabhängigen Kandidaten Silvana Müller und Walter Bleuler haben gleich vier Personen ihren Wahlvorschlag eingereicht. Drei parteiunabhänige Kandidatinnen mit Merita Bediji, Sercin Hitz und Jennifer Sulcis stehen der für die FDP antretende Maureen Glesti gegenüber. Somit sieht es so aus, als ob die Schulpflegemitglieder stark aus den parteiunabhänigen Lagern rekrutiert werden.
Fehlende Mitglieder für die RGPK
Anders sieht es für die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission aus: nur gerade fünf Namen stehen auf der Liste der Kandidaten für die sieben Mitglieder zählende Behörde. Am auffälligsten sicher das Fehlen einer Kandidatur für den Präsidentensitz dieser Behörde. Der bisherige Präsident Lukas Müller steht nicht mehr zur Verfügung, einer der bisherigen möchte ihn offensichtlich nicht beerben. Auch in der RGPK stellen die parteiunabhängigen Kandidaten die Mehrheit. Ylli-Doko (FDP) und Annalia Gallo (SP) sind die einzigen Parteimitglieder im Gremium.
Sozialbehörde als Einheit
In der Sozialbehörde möchten alle bisherigen Mitglieder eine Legislatur anhängen. Dort sind vier Parteien vertreten mit Sandra Riklin (GLP), Gerhard Roth (SVP), Ramun Vital (SP) und Andrea Walthard (FDP). Neue Kandidierende sind in dieser Behörde nicht aufgetaucht.
In der angeordneten Nachfrist bis am 4. Dezember um 16:30 Uhr können sich nun weitere Kandidatinnen und Kandidaten melden oder auch wieder zurückziehen. Erst dann ist das Bild der Kandidaten für die Behördenwahlen im März 2026 vollständig.



