Region

92 Prozent sagen Ja

Kein Thema an der heutigen Abstimmung war der revidierte Anschlussvertrag der Sekundarschule Brütten an Nürensdorf, die deutliche Ja-Quote erinnere an «kommunistische Verhältnisse», sagen einige Parteipräsidenten.

Das Resultat von 752 Ja-Stimmen zu 59 Nein-Stimmen lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Die Stimmbeteiligung war um 18 Personen geringer als beim Erlass, jedoch immer noch hoch mit 50,84 Prozent. Einige Personen haben scherzhaft von «fast kommunisischten» Verhältnissen gesprochen, gaben doch 92 Prozent der Stimmenden ihren Segen zum neuen Vertragswerk zwischen den Gemeinden Nürensdorf und Brütten.

Darin wird das Schulgeld pro Brüttener Schüler respektive Schülerin (SuS) ebenfalls neu geregelt. Bis anhin wurde mit dem Referenzwert des Volksschulamtes des Kantons Zürich für die externe Beschulung kalkuliert, der bei 18 100 Franken pro SuS lag. Neu wird der Betrag jeweils aufgrund der in der Jahresrechnung der Gemeinde Nürensdorf ausgewiesenen Zahlen kalkuliert und mit den Anzahl Schülern aufgerechnet. Für das vergangene Schuljahr wurden dabei Totalkosten von 866 670.51 Franken ausgewiesen bei gesamthaft 166 Sekundarschülern, welche die Schule besuchten. 40 davon sind Brüttenerinnen und Brüttener und somit betragen die Vollkosten pro Brüttener SuS rund 21 700 Franken, was deutlich über dem Referenzwert des Volksschulamtes liegt.

Für Brüttens Gemeindepräsident Fritz Stähli ist der neue Vertrag und die damit verbundenen Kosten für Brütten «zu rechtfertigen». Die seit 2004 laufende Vereinbarung und Beschulung der Brüttener Jugendlichen laufe gut, daher sei hier auch nichts zu rütteln. Das diskussionslose Ergebnis sei daher auch nachvollziehbar.

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