Region

Bisher keine Japankäfer in dorfblitz-Gemeinden

Der invasive Schädling, der Mitte Juli in Kloten aufgetaucht ist, verschont die dorfblitz-Gemeinden bisher. Vorsicht ist aber weiterhin geboten.

Der Japankäfer ist zu erkennen an den fünf Haarbüscheln an der Seite und am Hinterleib. Nicht zu verwechseln mit dem Maikäfer. (zvg)

Das Auftauchen der ersten Japankäfer-Population nördlich der Alpen löste Mitte Juli schweizweit Alarm aus. Der Japankäfer frisst fast alles, was grün ist und kann riesige Schäden anrichten in der Landwirtschaft, im Wald und in den Gärten. Als in Kloten zahlreiche Käfer in Fallen gefunden wurden, haben die Behörden darum teils drastische Sofortmassnahmen eingeleitet, wie etwa, dass sie rund um den Befallsherd bei der Fussballanlage Stighag auch auf Privatgrundstücken Insektizide gespritzt haben. Es sei wichtig, die Ausbreitung des Schädlings frühzeitig zu bekämpfen, hiess es an der Medienkonferenz, und zwar nicht nur für die Schweiz, sondern für den ganzen Kontinent. «Derzeit schaut ganz Europa auf Kloten», hatte Peter Kupferschmied, Leiter Fachbereich Pflanzengesundheit im Bundesamt für Landwirtschaft, an der Medienkonferenz gesagt.

Rund eineinhalb Monate später hat sich die Situation insofern beruhigt, als dass ausserhalb der Stadt Kloten keine Japankäfer gefunden wurden, wie Isabelle Rüegg von der Medienstelle der Baudirektion Zürich sagt (zumindest bis Redaktionsschluss). Das deutet darauf hin, dass es sich in Kloten um eine lokale Population handelt. Insgesamt seien in und um Kloten rund 70 Lockstofffallen zur Überwachung aufgebaut worden. In Bassersdorf, Nürensdorf und Brütten sind es insgesamt sechs Fallen, so Rüegg weiter. Diese würden bis Ende September stehen bleiben.

Resultate erst im nächsten Jahr

Ob die Massnahmen gereicht haben, um die Verbreitung des Japankäfers zu stoppen, wird sich erst im nächsten Jahr zeigen, wenn ab Juni wieder Flugzeit der Käfer ist. «Darum ist es wichtig, die Verhaltensregeln weiterhin einzuhalten», mahnt Rüegg. Für die Gebiete in der Pufferzone – in der die dorfblitz-Gemeinden liegen – heisse das: Kein Grüngut aus der Zone hinaustransportieren, ausser es ist kleingehäckselt und insektensicher abgedeckt.

Die Werkdienste in den Gemeinden informieren die Bevölkerung und achten auf die korrekte Grüngutentsorgung. Das Grüngut von Bassersdorf wird bis Ende September an die Vergärungsanlage in Bachenbülach geliefert, jenes von Nürensdorf auch, und jenes von Brütten wie stets nach Lindau. Für Gartenbesitzer gibt es somit eigentlich keine Änderungen. Die Verwaltungen erhielten auch keine bis kaum Reaktionen aus der Bevölkerung. «Es gab ein paar Fragen und zwei Meldungen von Käfern», berichtet Ueli Meier von der Abteilung Bau und Werke Bassersdorf, «diese haben sich aber als einheimische Rosenkäfer herausgestellt.»

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