Brütten

Zwölf unvergessliche Momente des dreitägigen Dorffestes in Brütten

Tauchen Sie nochmals in das Festwochenende ein und lassen Sie zwölf besondere Momente oder Ereignisse Revue passieren.

Das OK freut sich auf zahlreiche Besucher. (Insta: dorffestbruetten)

Alle Fotos vom Wochenende finden Sie in der Bildergalerie hier.

Umtrunk
Nach drei Jahren Planung und unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit war es am 14. August endlich soweit: Das Dorffest 2026 konnte beginnen. Die OK-Mitglieder und dessen Präsident Daniel Wiesmann stiessen auf diesen langersehnten Moment mit einer Flasche an, die sie vorgängig beim Spatenstich zu diesem Zweck verbuddelt hatten. Die Freude darüber, dass alles bereit war für einen unbeschwerten Festgenuss, war riesig. Eine der grössten Sorgen im Vorfeld – dass das Wetter nicht mitspielen würde – erwies sich als unnötig: Petrus hatte ein Herz für die Brüttener und sorgte für drei hochsommerliche, regen- und gewitterfreie Festtage. (bg/Foto Bruno Dürmüller))

Schülerkonzert
Um 13 Uhr füllten sich die Bänke in der Arena mit Eltern, Grosseltern und Geschwistern, während hinter der Bühne aufgeregtes Getuschel zu hören war. Etwas scheu betraten die Schulkinder das Podest und probierten schon einmal die Mikrofone aus – mit teilweise überraschend lauter Wirkung. Nach einer kurzen Ansprache erklang die Musik, und einige mutige Stimmen setzten ein. Nach und nach stimmten alle Kinder mit ein und sangen ihr eigens für das Dorffest komponiertes Lied über die vier Jahreszeiten, die Schönheit der Natur und den Sonnenschein. Ganz jeden Ton trafen die jungen Sängerinnen und Sänger zwar noch nicht, doch für den Jö-Effekt war allemal gesorgt. (ag)

Klassentreffen
Um 16 Uhr am Samstagnachmittag versammelten sich Jung bis Alt in der festlich dekorierten Mehrzweckhalle im Schulhaus Chapf. Vor vier Jahren fand das grosse Klassentreffen zum ersten Mal im Rahmen des Dorffestes in Brütten statt und stiess auch damals auf grossen Anklang. Die Idee, dass ehemalige und jetzige Brüttenerinnen und Brüttener sich in diesem festlichen Rahmen treffen konnten, erwies sich als so gut, dass sie wiederholt wurde. Eingeladen waren alle, die jemals in Brütten die Schulbank gedrückt hatten. Auch dieses Jahr fanden sich rund 60 Leute in der Turnhalle ein und schwelgten in gemeinsamen Erinnerungen. (sc)

Dodo rockt das Fest
Der «Zürimaa vo Bern» startete sein Konzert pünktlich um 19.30 am Samstagabend. Vor der Bühne versammelten sich zahlreiche Dorffest-Besucher, um dem Reggae-Künstler Dodo zuzuhören. Die Stimmung wurde mit jedem Song ausgelassener. Natürlich durften auch Klassiker wie «Zürimaa» und «Hippie-Bus» nicht fehlen. Es wurde getanzt, geklatscht und mitgesungen. «Bitte bitte bis mim Brütigam» wurde ganz schnell umgetextet auf «Brütte-gam». Bis um 21 Uhr dauerte das Konzert. Zum Abschluss schallte nochmal Hippie-Bus aus den Lautsprechern. Auch die Temperaturen waren abgekühlt und eine frische Brise zog über den Buck. (sc)

Der Lehrer lobt die Kinder für ihren Einsatz. (ag)

Live-Ticker

Dieser Einblick reicht Ihnen nicht? Den Live-Ticker vom Wochenende finden Sie hier.

Sommerblumen
Im Vorfeld des Dorffestes hatten alle in Brütten wohnhaften Haushalte Samen für Sommerblumen erhalten, die rechtzeitig eingepflanzt werden sollten, damit das Dorf am Festwochenende Mitte August in voller Blütenpracht erstrahlt. Ganz so lückenlos gelang das zwar nicht – was angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit durchaus verständlich war. Dennoch schmückten zahlreiche Blumentöpfe die Strassen rund um den Chapf. Einige Bewohnerinnen und Bewohner platzierten ihre Blumen sogar auf erhöhten Tonnen oder Briefkästen, andere versahen die Töpfe mit kleinen Brüttenflaggen oder stellten sie gut sichtbar an den Strassenrand. (ag)

Kirchturm-Besteigen und Dorfführungen
Am Samstag- und Sonntagnachmittag wurde der Kirchturm für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Die mit jedem Stockwerk enger werdende Treppe war dabei nichts für Menschen mit Platzangst. Wer den Aufstieg wagte, wurde dank des perfekten Sommerwetters mit einer weitreichenden Aussicht belohnt und konnte zudem direkt auf das Festgelände hinunterblicken. Wer sich für die Geschichte des Dorfes interessierte, konnte ausserdem an einer der Dorfführungen teilnehmen. Während etwas mehr als einer Stunde führten Jürg Baltensperger und Sami Vogt durch Brütten und erzählten von der Entwicklung des Dorfes, längst vergessenen Plätzen und besonderen Bauten. (ag)

GGB Funpark
Der Höhepunkt für die Kinder war wohl eindeutig der GGB Funpark. Während des ganzen Wochenendes tummelten sich die jungen Gäste hinter dem Schulhaus auf dem roten Platz und probierten sich an den verschiedenen Attraktionen aus. Während die einen beim Broome/Wipeout versuchten, dem «Uhrenzeiger» geschickt auszuweichen, wagten sich andere auf den Island Hopper und zeigten bei Saltos und grossen Sprüngen ihr Können. Beim Bungee Run galt es, trotz des federnden Seils einen Stab möglichst weit nach vorne zu platzieren. Für die kleineren Gäste standen zudem eine Hüpfburg und ein Clown bereit, der aus bunten Ballons die verschiedensten Figuren zauberte. (ag)

«Die spinnen, die Brüttener»

Fritz Stähli
Das Konzert von Dodo lockte viele Besucher in die Arena. (sc)
Peter Hungerbühler mit seiner Band. (Quelle: Webseite Dorffest Brütten)
Gemeinsames Aufwärmen vor dem Kids-Run. (fw)

«Dorf-Zmorge»
Wie bereits am letzten Dorffest erfreute sich der «Dorf-Zmorge» grosser Beliebtheit: Rund 170 Personen starteten bei sonnigem Wetter mit dem «Dorf-Zmorge» gemütlich in den Tag. Die Gäste genossen ein reichhaltiges Frühstück; die Bäckerei Bosshart sorgte für frisch gebackene Brote und Zopf. Zahlreiche Helfende unterstützten die Veranstalter bei der Durchführung. Für die musikalische Begleitung sorgten die Alphornklänge der Alphornbläser- und Fahnenschwinger-Vereinigung Zürcher Unterland. So bot der «Dorf-Zmorge» eine schöne Gelegenheit, im Rahmen des Dorffests gemeinsam den Sonntag zu starten und die festliche Atmosphäre zu geniessen. (fw)

Gottesdienst
Beim Ökumenischen Gottesdienst stand im Zentrum, was die Seele Brüttens ausmacht. Der reformierte Pfarrer Marc Burger und der katholische Pfarrer Felix Hunger hatten vorgängig die Brüttener gefragt, wer sie denn seien. 120 Gläubige erlebten dann einen schwungvollen Gottesdienst. Hunger erwähnte den Turnverein als einen der vier wesentlichen Punkte, die Brütten ausmachen: «Turnverein, das ist the place to be.» Die drei anderen waren: man kenne sich, sei stolz auf das lokale Gewerbe und die Nähe zur Stadt und zur Natur. Zum Abschluss sang MG GRACE, der den Gottesdienst musikalisch begleitete, die Ballade «Can’t help falling in love with you», was eine Anwesende zu Tränen rührte. (fb)

«Kids-Run»
Am Sonntagnachmittag fand erstmals ein «Kids-Run» statt, bei dem Kinder mit Jahrgang 2010 und jünger in verschiedenen Kategorien teilnehmen konnten. Insgesamt meldeten sich über 125 Kinder für ein Rennen an. Die Teilnehmenden rannten – je nach Altersklasse – eine ganze oder eine halbe «Bienenhausrunde» auf den Feldwegen unterhalb des Schulhauses. Dabei wurden sie kräftig von den Zuschauenden unterstützt. So gaben die Kinder bei den Rennen trotz hoher Temperaturen ihr Bestes. Schliesslich erhielten die Teilnehmenden zur Belohnung nach dem Zieleinlauf eine Medaille. Im Anschluss folgte eine Rangverkündigung in der Arena. (fw)

Die spinnen, die Brüttener
Viel zu bald war das Fest am Sonntagabend auch schon wieder vorbei. In ihren Abschlussreden dankten sich Gemeindepräsident Fritz Stähli und OK-Präsident Daniel Wiesmann gegenseitig für die Unterstützung sowie allen Freiwilligen und Sponsoren für die grossartige Hilfe. «Das OK hat Engagement, Kreativität und Ausdauer bewiesen», lobte Stähli. Wiesmann, der auf dem Festgelände 70 000 Schritte absolviert hatte, staunte auf seinen Rundgängen jeweils selbst, «was wir da alles geleistet haben.» Der «Spirit», der in Brütten solche Anlässe möglich mache, sei unglaublich. «Die spinnen, die Brüttener», meinte er mit viel Stolz und Dankbarkeit im Unterton. (bg)

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