Region

Das Heulen der Sirenen

Jeweils am ersten Mittwoch im Februar wird die Funktionsbereitschaft der Sirenen landesweit getestet. Dieser Vorgang wirkt auf den ersten Blick überholt, doch genaueres Hinschauen zeigt: Das laute Heulen kann auch heute noch überlebenswichtig sein.

Sirene auf dem Dach des Sekundarschulhaus Mösli in Bassersdorf (dr)
Manuelle Auslösung der Sirene von Thomas Loser (dr)

In der gesamten Schweiz gibt es ungefähr 7200 Sirenen. Davon sorgen im Notfall drei Sirenen in Bassersdorf und eine Sirene in Baltenswil für die Gewährleistung der Warnsignale. Unterschiedliche Typen von Sirenen haben jeweils eine unterschiedliche Reichweite. Die Sirene auf dem Dach des Sekundarschulhauses Mösli in Bassersdorf reicht ein Kilometer weit. Zuständig für die Bewirtschaftung, den Unterhalt und den Neubau von Sirenen ist in Bassersdorf der Zivilschutz. Zudem ist die Feuerwehr Bassersdorf beim jährlichen Sirenen-Test vor Ort und prüft, ob die Sirene tatsächlich funktioniert. So meldet beispielsweise Thomas Loser an die Zentrale, dass beim Schulhaus Mösli alles in Ordnung ist.

Der Sirenentest

Ausgelöst werden die Sirenen um 13:30 Uhr zentral im ganzen Kanton von der Kantonspolizei. Danach wird zusätzlich manuell die Funktionstüchtigkeit durch die Feuerwehr mit einem Schlüssel am Kasten geprüft. Neben dem jährlichen Sirenentest werden die Sirenen alle zwei Jahre vom Zivilschutz gewartet. «Eine Wartung beinhaltet beispielsweise die Prüfung der Batterien und bei Bedarf die Aktualisierung der Software.», erläutert Adriano Meili. «Gesamtschweizerisch funktionieren jeweils alle Sirenen bis auf 1-2% einwandfrei», erzählt Adriano Meili, «dies liegt unter anderem daran, dass wöchentlich ein stiller Alarm ausgelöst wird, welcher auf kantonaler Ebene Rückmeldung gibt, ob die Sirenen ein Signal senden und aktiv geschalten sind». Dieser «stille» Alarm führt jeweils nur zu einer Vibration und bleibt daher unbemerkt.

«Bei einem Ausfall von allen Systemen funktioniert die Sirene.»

Adriano Meili, Zivilschutzorganisation Hardwald (ZSO)

Was gilt bei einem Sirenenalarm?

Im Ernstfall, beispielsweise einer Trinkwasserverschmutzung oder bei einem sehr starken Unwetter wird in Radio und Fernsehen über die Vorkommnisse berichtet. Um die breite Bevölkerung so schnell wie möglich zu sensibilisieren, wird der Klang der Sirene eingesetzt. «Beim Erklang der Sirene gilt somit, direkt das Radio oder den Fernseher einschalten», erklärt Adriano Meili. Im Gespräch erläutert Adriano Meili ebenfalls die Wichtigkeit der Applikation Alertswiss. «Diese App sollte jeder Bürger und jede Bürgerin auf dem Handy haben», meint er. Neben Informationen zum Sirenenschutz sind auf dieser Plattform auch die aktuellen Corona Massnahmen, Lawinengefahren und weitere wichtige Mitteilungen verfügbar.

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