Grosses Interesse an Bassersdorfs Zukunft
Einmal mehr lud der Gemeinderat Mitte September zur Infoveranstaltung «Big Picture». Unter dem Titel «100 Tage im Amt» trat der Gesamtgemeinderat zum ersten Mal in der neuen Legislatur in der Öffentlichkeit auf und gab einen Überblick über die laufenden Themen mit den Schwerpunkten Einwicklung Bahnhof Süd und Hochwasserschutz.
Die Infoveranstaltung im Singsaal des Schulhauses Chrüzacher scheint sich allmählich zu einer etablierten Kommunikationsplattform des Gemeinderates zu mausern, die auch bei der Bevölkerung ankommt. Über hundert Einwohnerinnen und Einwohner besuchten die Veranstaltung.
Neue Ratsmitglieder
Von Interesse war sicher auch der erste öffentliche Auftritt des Gesamtgemeinderates seit der Aufnahme der Amtsgeschäfte der neuen Legislatur am 1. Juli mit den beiden neuen Mitgliedern Linda Maduz und Alexandra Lukas, sowie der neuen Leiterin Bildung Carolin Corrado.
Zwar sind seit ihrem Amtsantritt noch nicht ganz 100 Tage vergangen, doch die Mitglieder der Exekutive nutzen die Gelegenheit, den Anwesenden die Schwerpunkte ihrer Ressorts zu präsentieren. Organisationsentwicklung der Verwaltung, Versorgungsplanung im Alter, Herausforderungen bei der Sonderpädagogik, Tagesstrukturen in der Schule oder die Gestaltung des öffentlichen Raums sind nur einige der genannten Aufgaben, die das Siebner-Gremium in den nächsten vier Jahren vorantreiben muss.
Viele Infrastruktur-Projekte
Doch auch beim Thema Infrastruktur steht in den kommenden Jahren einiges an. So der Neubau einer neuen Schulanlage im Auenring, die Gesamtentwicklung der bxa, die Sanierung von gemeindeeigenen Liegenschaften wie das «Türmli-Schulhaus», oder die Sanierung des Freibades.
Zahlreiche Vorhaben befinden sich derzeit in unterschiedlichen Planungs- und Projektierungsphasen. Der präsentierte Überblick zeigte, dass ein Teil der Vorhaben noch am Anfang steht, während andere bereits geplant oder projektiert werden.
Ein Schwerpunkt des Abends war die Entwicklung des Gebietes Bahnhof Süd. Gemeindepräsident Christian Pfaller erläuterte den Fortschritt der Planung. Kürzlich wurde das Richtprojekt verabschiedet, das mit den Grundeigentümern erarbeitet worden war und auf den Ergebnissen eines Studienauftrages basiert (der dorfblitz berichtete).
Realisierung in Etappen
Das Richtprojekt zeigt noch mehr im Detail, wie sich das Gebiet dereinst präsentieren wird. Es veranschaulicht beispielsweise, wie zwischen den Baubereichen zusammenhängende Freiräume entstehen können. Eine besondere Bedeutung erhält der Bereich direkt beim Bahnhof: Er soll den Auftakt zum neuen Quartier bilden und als gut erkennbarer Zugang zum Dorfzentrum funktionieren.
Gleichzeitig muss die Entwicklung in Etappen möglich sein, da nicht alle Grundeigentümer zur gleichen Zeit bauen wollen, wie Pfaller erklärte. Nur wird der Gestaltungsplan in Angriff genommen, der bis im Sommer 2028 bereinigt sein sollte und danach die Gemeindeversammlung darüber befinden kann. Die Details zum Projekt sowie ein Modell können derzeit im Gemeindehaus besichtigt werden.
Ein weiteres Projekt, das die Gemeine schon seit zehn Jahren beschäftigt, ist der Hochwasserschutz. Hier gab Richard Dunkel, Ressortvorsteher Bau + Werke, einen Überblick über den aktuellen Stand. Im Moment stehe man bei der Bereinigung der Vorprojekte der beiden ausgearbeiteten Varianten. Jener eines Entlastungsstollens am nördlichen Dorfrand und der Variante Gerinneausbau (Ausbau der bestehenden Bäche, Alt- und Auenbach, durchs Dorf). Bevor der Gemeinderat über die Variante entscheiden kann, muss eine entsprechende Vorprüfung durch das AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich) stattfinden.
Hochwasserschutz 2027 an Urne
Der Kredit für die Bauprojektierung soll nach heutiger Planung der Gemeindeversammlung im Dezember 2027 vorgelegt werden. In welchen finanziellen Dimensionen sich dieser bewegt, wurde an diesem Abend nicht erwähnt.
Die Veranstaltung machte einmal mehr deutlich, dass Bassersdorf in den kommenden Jahren vor einer Vielzahl miteinander verknüpfter Aufgaben steht.




