Tipps für heisse Tage
Sommer bedeutet für viele Menschen Sonne, Baden und lange, laue Abende im Freien. Doch mit zunehmender Hitze steigen auch die gesundheitlichen Risiken. Diese Woche erreicht eine Hitzewelle mit Maximaltemperaturen von bis zu 38 Grad die Schweiz.
Bei hohen Temperaturen arbeitet der Körper auf Hochtouren, um die eigene Temperatur zu regulieren. Das Herz-Kreislauf-System wird stärker belastet, Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe gehen schneller verloren.
Daher ist eine regelmässige Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig: Auch wenn kein Durstgefühl besteht, sollte über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter getrunken werden. Am einfachsten gelingt das, wenn man sich morgens einen Krug Wasser bereitstellt und diesen bis zum Abend leer trinkt.
Ebenso spielt die Ernährung eine Rolle. Bei grosser Hitze sind leichte, gut verdauliche und erfrischende Mahlzeiten ideal. Dazu gehören beispielsweise Salate, Gemüse, Früchte oder Milchprodukte. Da der Körper durch das Schwitzen Salz verliert, sollte zudem auf eine ausreichende Salzzufuhr geachtet werden.
Körperliche Anstrengungen sollten möglichst reduziert und in die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Sport, aber auch alltägliche Erledigungen wie Einkäufe oder Arztbesuche, sind am Morgen oder am Abend deutlich besser zu bewältigen. Wenn möglich, ist es sinnvoll, solche Aufgaben delegieren zu lassen, um die Belastung zusätzlich zu reduzieren.
Bestimmte Personengruppen sind besonders gefährdet, da sie weniger stark schwitzen oder ein vermindertes Durstgefühl haben. Dadurch merken sie oft zu spät, dass der Körper bereits überhitzt oder dehydriert ist. Dazu zählen Menschen ab 75 Jahren, Personen mit chronischen Erkrankungen, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, und alleinlebende ältere Menschen.
Auch das richtige Kühlen des Körpers hilft, die Hitze besser zu ertragen. Leichte, luftige Kleidung unterstützt die natürliche Temperaturregulation. Zusätzlich können kühle oder kalte Duschen sowie feuchte Tücher oder Wickel die Körpertemperatur wirksam senken.
Nicht zuletzt sollte auch das Wohnumfeld angepasst werden. Tagsüber ist es sinnvoll, Fenster und Läden geschlossen zu halten, um die Hitze draussen zu lassen. Erst in der Nacht, wenn die Temperaturen sinken, sollte ausgiebig gelüftet werden, um die Räume wieder abzukühlen. Wichtig ist zudem, niemals Menschen oder Tiere im geparkten Auto zurückzulassen, da sich Fahrzeuge schnell stark aufheizen können.
Wer regelmässig Medikamente einnimmt, sollte zudem ärztlich oder in der Apotheke abklären lassen, ob bei grosser Hitze Anpassungen notwendig sind, da einige Wirkstoffe den Flüssigkeitshaushalt oder die Wärmeregulierung beeinflussen können.
Warnzeichen einer Überhitzung
Der Körper sendet deutliche Signale, wenn er unter der Hitze leidet. Typische Warnzeichen sind:
- Erhöhte Körpertemperatur
- Schneller Puls
- Schwäche und starke Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Muskelkrämpfe
- Trockener Mund
- Schwindel, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen
- Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
Quelle: Kanton Zürich, Gesundheitsdirektion

