Region

In Gedenken an die Opfer von Crans-Montana

Der Bundesrat hat den Freitag, 9. Januar 2026, nach dem Brand in Crans-Montana (VS) zum nationalen Trauertag erklärt. Um 14.00 Uhr läuteten in der ganzen Schweiz während fünf Minuten die Kirchenglocken, begleitet von einer Schweigeminute.

Ein schönes Zeichen der Solidarität in Brütten. (fb)
Auch in Bassersdorf wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt. (zvg)

Am Sonntag, 4. Januar, wurden auf dem Gemeindeplatz Brütten die drei Gemeinde-Flaggen auf Halbmast gesetzt. Dies in Gedenken an die vielen Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana in der Neujahrsnacht.

Ein ergriffener Bürger hatte sich bei den Gemeindebehörden nach einem solchen Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen und ihren Angehörigen erkundigt. Darauf haben die Behörden entschieden, diesem Wunsch zu entsprechen. Auch die Gemeinde Bassersdorf bekundet ihre tiefe Anteilnahme mit den Betroffenen und Angehörigen.

Kollektive Schweigeminute auf hiesigen Dorfplätzen

Am 9. Januar folgte daraufhin die offizielle Gedenkfeier in Crans-Montana, begleitet von einem schweizweiten fünfminütigen Läuten der Kirchenglocken und einer Schweigeminute. Pünktlich um 14 Uhr stimmten die reformierte Kirche Breite sowie die katholische Pfarrei St. Franziskus Bassersdorf-Nürensdorf mit vollem Geläut ein.

Das gemeinsame Innehalten galt dem Gedenken an die Opfer und war zugleich ein Dank an Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei und Spitäler für ihren grossen Einsatz. In den Gemeinden zeigte sich ein gemischtes Bild. Einige Bürger in Brütten und Bassersdorf hielten in der kollektiven Schweigeminute inne und gedachten der 40 Opfer. Die meisten Passanten gingen jedoch ihren Einkäufen nach, der Alltag läuft weiter. Auf Nachfrage reagierten manche überrascht – sie hätten von der Gedenkminute nichts gewusst.

Einig waren sich jedoch alle: die Schweigeminute sei wichtig und richtig, und das Engagement der Gemeinden sei zu begrüssen. Auf dem Dorfplatz in Bassersdorf waren die Glocken nur schwach zu hören. Möglicherweise gedachten viele Einwohnerinnen und Einwohner der Opfer in der Nähe der Kirchen oder im Stillen für sich.

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